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24h Nürburgring 2025: Rowe-BMW profitiert von Grello-Strafe

24h Nürburgring 2025 BMW Sieger
Credit: Gruppe C Photography / BMW

280.000 Fans, tropische Temperaturen und ein dramatisches Finale: Rowe Racing gewinnt mit BMW die 24 Stunden auf dem Nürburgring 2025.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

280.000 Fans, tropische Temperaturen und ein dramatisches Finale: Rowe Racing gewinnt mit BMW die 24 Stunden auf dem Nürburgring 2025.

Das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2025 wird als Spektakel der Extreme in Erinnerung bleiben: Während 280.000 Fans rund um die Grüne Hölle feierten, schnappte sich Rowe Racing den Gesamtsieg im BMW M4 GT3 Evo – nach einem hitzigen Krimi mit dramatischer Wendung und rennentscheidender Strafe für den Manthey-Porsche.

24h Nürburgring: Marciello, Farfus, Krohn, van der Linde siegen für BMW

Der Rowe-BMW mit der Startnummer 98 triumphierte in einem packenden Duell gegen den Grello-Porsche von Manthey-EMA. Am Steuer: Raffaele Marciello, Jesse Krohn, Augusto Farfus und Kelvin van der Linde, der den Rennwagen durchs Ziel fuhr. 

Für Rowe war es der zweite Gesamtsieg beim Eifelklassiker, für Farfus bereits der zweite persönliche Erfolg nach 2010. Van der Linde holte mit dem Coup seinen dritten Sieg – zuvor gewann er zweimal mit Audi.

Entscheidung am Grünen Tisch – 100 Sekunden Strafe für Grello

24h Nürburgring Grello Porsche 2025
Credit: Gruppe C Photography / Porsche

Doch der Weg zum Sieg war alles andere als klar. Der kultige Grello #911 (Estre/Güven/Preining) hatte das Rennen über weite Strecken angeführt – und die Ziellinie am Sonntag sogar 22 Sekunden vor dem Rowe-BMW überquert. 

Doch ein folgenschwerer Fehler von Kevin Estre beim Überrunden eines GT4-Aston-Martin, der sich nach einer Berührung überschlug, brachte Manthey eine 100-Sekunden-Zeitstrafe ein. Der anschließende Protest wurde abgewiesen – Rowe erbte den Sieg.

„Es gab drei blaue Flaggen“, erklärt Estre den Vorfall aus seiner Sicht. „Er geht nach links, ich ziehe rein und er lässt mir keinen Platz, obwohl er rechts viel Platz hat. Das war ein Missverständnis mit einer Riesenstrafe. Ich bin sehr enttäuscht von dem Ergebnis.“

Stromausfall sorgt für Rennabbruch

24h Nürburgring 2025 Rote Flagge Abbruch wegen Stromausfall
Credit: ADAC RAVENOL 24h Nürburgring / YouTube

Kurios und historisch zugleich: Bereits nach 90 Minuten musste das Rennen unterbrochen werden – Grund: ein Stromausfall im Boxengebäude legte die Zapfsäulen lahm! Über zwei Stunden Pause, ehe es um 19:45 Uhr weiterging. Die ersten Stunden des Rennens bestimmten die Porsche von Manthey und Falken – doch mit zunehmender Hitze wurde BMW immer konkurrenzfähiger.

Lamborghini-Fiasko in letzter Minute

Hinter dem Spitzenduell erlebte das Abt-Team mit dem Lamborghini Huracán GT3 Evo2 ein Drama auf den letzten Metern. Platz drei war greifbar – bis 30 Minuten vor Schluss eine Antriebswelle streikte Nutznießer: der Dinamic-Porsche #54 (Buus/Cairoli/Sturm/Hartog), der sich den dritten Platz sicherte. 

Auf Platz vier kam der neue Ford Mustang GT3 von HRT u.a. mit David Schumacher am Steuer ins Ziel – starker Einstand inklusive Klassensieg in der SP9 Pro-Am.

Fazit

Das 24h-Rennen 2025 hatte alles: Hitze, Stromausfall, Dramen auf der Strecke und ein episches Duell an der Spitze. Und mal wieder zeigt der Ring: Bis zuletzt ist hier alles möglich.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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