Formel 1

Vettel ernüchtert „Irgendwas ist da faul“

Sebastian Vettel, Credit: Ferrari
Sebastian Vettel, Credit: Ferrari
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Sebastian Vettel holt sich mit Ach und Krach noch einen Punkt. Der Deutsche zeigt sich hinterher ratlos

Was ist bloß los mit Sebastian Vettel? Beim Großbritannien-GP holt er als Zehnter gerade mal einen Punkt. Jetzt ist er WM-13., nur 2007 war er in der Tabelle weiter hinten. Doch da bestritt er auch nur acht der 17 Rennen für BMW-Sauber und Toro Rosso.

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„Irgendwas ist da grundlegend faul – entweder bei mir oder beim Auto“, zuckt Vettel mit den Schultern. „Ich habe viel probiert und alle zwei, drei Runden meinen Fahrstil verändert. Aber ich bin auf keinen grünen Zweig mit dem Auto gekommen.“

Das ganze Wochenende lief für den viermaligen Formel-1-Weltmeister mehr schlecht als recht. Kühlerprobleme und lose Pedale sorgten dafür, dass er schon im Training viel weniger Runden drehen konnte als geplant. Er sagt aber auch: „Wenn mir ein paar Runden fehlen, ist das nicht ideal, aber damit komme ich klar. Das ist ja eigentlich meine Stärke. Aber dieses Mal hat mir das ganze Rennen über das Vertrauen ins Auto gefehlt. Es war nicht das spaßigste Rennen, das muss ich zugeben.“

Vettel holte nur einen Punkt in Silverstone. Credit: Ferrari

RTL-Experte Christian Danner kann sich in Vettels Situation gut hineindenken. „Er muss jetzt herausfinden, ob am Chassis alles in Ordnung ist. Da kann ja immer was sein, wie ein Haarriss oder so. Oder ob die Aerodynamik irgendwie so ist, dass er damit nicht ganz klarkommt.“

Vettel will den Kopf nicht in den Sand stecken

Vettel selbst will den Kopf nicht in den Sand stecken: „Am liebsten würde ich jetzt noch ein Rennen fahren und Dinge ausprobieren. Nächste Woche ist eine neue Chance. Da werden wir versuchen, es besser zu machen.“

Sein Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc kam als Dritter zum zweiten Mal in Folge aufs Podium. Mit 33 Punkten ist er jetzt WM-Fünfter. Doch auch Leclerc konnte sich darüber nicht wirklich freuen: „Wir hatten halt Glück, weil die anderen Reifenschäden hatten. Aber wenn ich mir die Performance des Autos anschaue, dann ist das alles andere als ideal.“

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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