Formel 1

Renault vs. Racing Point – Anhörung diese Woche

Credit: LAT/Racing Point
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Michael Zeitler
Michael Zeitler

Renault protestiert erneut gegen Racing Point. Diese Woche soll die Anhörung stattfinden und Klarheit schaffen: Ist die Mercedes-Kopie legal?

Renault hat erneut Protest gegen Racing Point eingereicht. Damit steht auch hinter dem neunten Platz von Lance Stroll beim Großbritannien-GP ein Fragezeichen.

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Konkret richtet sich der Protest wieder gegen die Bremsschächte von Racing Point, die vom Mercedes des Jahrgangs 2019 abgekupfert sein sollen. Das Bauteil steht symbolisch für die Diskussion, was an Kopien per Reglement in der Formel 1 erlaubt sind und was nicht. Die Bremsschächte gehören seit 2020 nämlich zur Liste an Teilen, die Konstrukteure selbst designen müssen – den so genannten „listet parts“.

Die FIA hat mehrere Bremsschächte von Racing Point beschlagnahmt

Die FIA hat mehrere Bremsschächte von Racing Point beschlagnahmt. In den vergangenen Wochen haben die Anwälte von Renault und Racing Point zudem Dokumente ausgearbeitet, die ihre Sichtweisen und Argumente darlegen. 

In dieser Woche Woche, also noch vor dem Jubiläums-GP in Silverstone, soll die Anhörung stattfinden. 

Es geht um sehr viel. Sportlich sind Racing Point (42) auf Rang fünf und Renault (32) auf Platz sechs der Konstrukteurs-WM nur durch zehn Punkte voneinander getrennt. Auch weil Daniel Ricciardo und Esteban Ocon beim Großbritannien-GP mit den Plätzen vier und sechs stark aufgetrumpft haben. Es geht aber vor allem auch um die Zukunft von Satellitenteams wie Alpha Tauri und Haas: Wenn Kopieren in der Formel 1 in bestimmten Bereichen erlaubt ist, könnten bald weitere Teams dem Beispiel Racing Point folgen. Sehr zum Ärger von „waschechten“ Konstrukteuren wie Renault oder auch McLaren. 

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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