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VW-Boss überrascht mit F1-Flirt

Plötzlich streut VW-Boss Diess der Formel 1 Rosen
Plötzlich streut VW-Boss Diess der Formel 1 Rosen
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Herbert Diess lobt die Formel 1 und schießt gegen die Formel E – obwohl zwei VW-Marken in der Elektroformel mitmischen.

Diese Aussage von VW-Vorstandschef Herbert Diess verblüfft die Motorsport-Welt: „Meiner persönlichen Meinung nach sollten wir mit Rennsport weitermachen“, schreibt er auf der Business-Plattform LinkedIn. „Die Formel 1 wird CO2-neutral, indem sie synthetische Kraftstoffe nutzen wird. Sie ist viel aufregender, spaßiger, mehr Rennsport und ein besserer Technik-Wettkampf als die Formel E, die in Stadtzentren ein paar Runden im Spielmodus dreht.“

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Diess Antwort auf einen Beitrag von Bill Gates über die CO2-neutrale Mobilität der Zukunft sind ein Paukenschlag – gleich aus zwei Gründen!

Erstens: Diess wertet damit die Formel E massiv ab. Das überrascht deshalb, weil Volkswagen mit Audi und Porsche gleich zwei Konzernmarken in der Elektroformel an den Start bringt. Die beiden Formel-E-Teams dürften davon also nicht allzu begeistert sein.

Diess wertet die Formel E massiv ab.

Mehr noch: VW hat alle Rennserien mit Verbrenner-Motoren verlassen, zuletzt den Tourenwagen-Weltcup. Der Grund: Der Konzern will sich voll auf E-Mobilität konzentrieren. Deshalb die Rekordfahrten mit dem Volkswagen ID. R Prototyp – angefangen beim berühmten Pikes Peak-Bergrennen bis hin zum Elektro-Nordschleifenrekord auf dem Nürburgring.

Doch plötzlich streut VW-Boss Diess der Formel 1 Rosen. Seit Jahren wird der Konzern immer wieder mit der Formel 1 in Verbindung gebracht. Zuletzt hatte Porsche mit einem Einstieg ab 2021 geliebäugelt. Die Wahrheit aber ist: In 70 Jahren Formel 1 war VW noch nie dabei!

Dass die Formel 1 schrittweise auf Biosprit umstellen will (ab 2030 zu 100 Prozent) scheint die Königsklasse nun aber ganz offensichtlich für Automobilhersteller wie VW wieder interessant zu machen. Zur Erinnerung: Der letzte F1-Neuling auf dem Motorenmarkt war Honda 2015 – noch nie gab es so lange keinen Neueinsteiger.

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Fotos: Audi; Pirelli

https://dev.f1-insider.com/f1/f1-hakkinens-schumacher-spa-manover/

Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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