Formel 1

Bekommt Sainz Ferrari-Sondertest?

Carlos Sainz Credit: McLaren
Carlos Sainz Credit: McLaren
Michael Zeitler
Michael Zeitler

Carlos Sainz wird 2021 zu Ferrari wechseln. Doch bei nur drei Testtagen wird der Wechsel nicht leicht.

Es ist ein riskanter Wechsel von Carlos Sainz. Der Spanier geht 2021 von McLaren zu Ferrari. Was noch vor der Saison als Coup galt, könnte er nun bereuen: McLaren ist Vierter in der Konstrukteurs-WM, Ferrari nur Sechster.

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Dazu kommt: Vor der kommenden Saison sind nur drei Testtage geplant. Das hat verschiedene Gründe: Die Saison ist mit 23 Rennen sehr umfangreich, die Änderungen am Auto aufgrund des Reglements nur marginal.

Carlos Sainz Credit: McLaren
Carlos Sainz Credit: McLaren

Allein: Für Rookies bleibt da nicht viel Zeit, um sich auf die Formel 1 vorzubereiten. Dasselbe gilt für Fahrer, die ihr Team wechseln. Teilt ein Rennstall die Zeit gerecht auf, wird jeder Fahrer vor Saisonstart nur 1,5 Testtage im neuen Auto verbringen.

Carlos Sainz macht sich deshalb aber keine Sorgen: „Gedanklich bin ich noch bei McLaren. Aber sobald ich bei Ferrari bin, werden wir uns genau überlegen, wie ich bestmöglich vorbereitet zum ersten Rennen komme. Ich muss mich ins Team einarbeiten, mit dem Lenkrad vertraut werden und viele weitere Details.“

Eine Option: Extra-Testfahrten in einem zwei Jahre alten Ferrari – das ist per Reglement erlaubt. „Das könnte eine Option sein“, bestätigt der Spanier.

Sainz ist zudem ermutigt, dass Ferrari eine ansteigende Form zeigt. Beim Türkei-GP hat kein Team so viele Punkte gesammelt wie Sainz’ neuer Heimatverein. „Das ist ermutigend. Ferrari hatte ein paar gute Wochen und Monate. Sie kommen vorwärts. Mein Fokus ist aber, mit McLaren Rang drei in der Konstrukteurs-WM zu holen. Dafür müssen wir gegen alle kämpfen“, so der 26-Jährige.

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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