Formel 1

Unzufriedener Ferrari-Präsident macht Druck

Charles Lecerc Credit: Ferrari
Charles Lecerc Credit: Ferrari

Ferrari will sich nach der schwächsten Saison seit 40 Jahren erholen. Dafür kommt ein frischer Motor und es erfolgen Umstrukturierungen im Team.

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Ferrari will sich nach der schwächsten Saison seit 40 Jahren erholen. Dafür kommt ein frischer Motor und es erfolgen Umstrukturierungen im Team.

Ferrari will zurück in die Riege der Top-3-Teams. Und das schon 2021. Ferrari-Präsident John Elkann stellt klar: „Eine große Vergangenheit garantiert keine große Zukunft. Wir treten in der Formel 1 in Demut an. Wir sind mit den jüngsten Ergebnissen in der Königsklasse unzufrieden. Nun arbeiten wir in Bescheidenheit und viel Einsatz daran, die Dinge zum Besseren zu wenden.“

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Welche Dinge sind das? „Am wichtigsten ist in der kommenden Saison: Wir wollen zeigen, wie entschlossen wir sind, wieder Rennen zu gewinnen. Wir wollen Hingabe und Engagement beweisen. Es geht um Details, denn die machen in der Summe viel aus“, so Elkann.

Credit: Ferrari
Credit: Ferrari

Neuer Motor nicht mehr der schwächste?

Ein bisschen konkreter geht es dann aber doch. Natürlich war vor allem der Motor die Schwachstelle. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto glaubt: „Wir machen bei der Leistungsfähigkeit gute Fortschritte. Ich denke, beim Thema Motor werden wir wieder konkurrenzfähig sein. Wir werden gewiss nicht das schlechteste Triebwerk im GP-Feld haben – jedenfalls habe ich dieses Gefühl, wenn ich mir die Daten von den Prüfständen anschaue.“

Auch Alfa Romeo-Teamchef Frédéric Vasseur (Alfa Romeo setzt bekanntlich auf Ferrari-Motoren) stößt ins selbe Horn. Er verriet in dieser Woche bei der Präsentation des neuen Alfa Romeo-Ferrari C41: „Ich schätze, Ferrari hat den größten Teil des Rückstands in Sachen Triebwerk wettgemacht.“

Mattia Binotto; Credit: Ferrari
GP RUSSIA F1/2020 – SABATO 26/09/2020 credit: @Scuderia Ferrari Press Office

Ferrari strukturiert Team um

Dazu kommen Umstrukturierungen im Team. Rennleiter bleibt Mattia Binotto. Ihm unterstellt sind Laurent Mekies für die Operation an der Strecke, Enrico Cardile für den Chassis-Bereich, Enrico Gualtieri verantwortet die Power Unit sowie Gianmaria Fulgenzi die Zulieferung der Teile.

Der Formel-1-Kalender 2021

Doch die Chassisabteilung unter der Leitung von Enrico Cardile wird weiter untergliedert. Künftig kümmert sich David Sanchez um das Konzept des Fahrzeugs, Fabio Montecchi um die Chassis-Projektierung sowie Diego Ioverno um den Betrieb der Chassis.

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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