Formel 1

Gefahr für Vettel? Aston-Boss liebäugelt mit Hamilton

Lewis Hamilton Credit: S. Etherington
Lewis Hamilton Credit: S. Etherington

Milliardär Lawrence Stroll würde gern Lewis Hamilton im Aston Martin F1-Cockpit haben. Er sieht eine glanzvolle Zukunft seines Rennteams.

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Milliardär Lawrence Stroll würde gern Lewis Hamilton im Aston Martin F1-Cockpit haben. Er sieht eine glanzvolle Zukunft seines Rennteams.

Kann man sich mit Geld alles kaufen? Milliardär Lawrence Stroll hat seinem Sohn eine Rennkarriere spendiert, sogar ein Formel-1-Team gekauft, sich dann an einer legendären Automarke (Aston Martin) beteiligt, schließlich sogar einen viermaligen Weltmeister für sein F1-Team beschäftigt (Sebastian Vettel).

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Doch Strolls Träume sind damit noch nicht erreicht. Im Gespräch mit den englischen Kollegen von „Press Association“ sagt er: „Natürlich wäre es verlockend, Hamilton ein Auto anzubieten. Lewis ist siebenmaliger Weltmeister und wäre für jeden Rennstall eine Bereicherung. Aber derzeit konzentrieren wir uns ganz auf die Saison 2021.“

Vettel und Stroll, Aston Martin. Credit: AMF1
Vettel und Stroll, Aston Martin. Credit: AMF1

Da fährt neben Sohnemann Lance Stroll auch der Deutsche Sebastian Vettel für Aston Martin. Dem Rennstall soll ein entscheidender Schritt nach vorn gelingen. Bleibt die Frage, wen Hamilton im eher unwahrscheinlichen Fall des Falles ersetzen soll. Sohn Lance oder Sebastian Vettel. Der Vertrag von Stroll junior läuft bis Ende des Jahres, die Dauer des Vettel-Kontrakts wurde nicht kommuniziert. So oder so: Motivierend ist die Aussage des Teambesitzers für keinen von beiden.

Aston Martin soll von F1-Projekt profitieren

Realistisch dagegen ist der Erfolg des Teams. „Ich bin davon überzeugt, dass die Einführung des Kostendeckels den Sport verändern wird – und zwar dramatisch“, glaubt Stroll. „Bislang haben die größten drei Teams viel mehr Geld ausgeben können als ihre Gegner, dazu hatten sie 400 bis 500 Fachkräfte zusätzlich. Das alles wird verschwinden. Daher bin ich für die Zukunft überaus optimistisch.“

Lawrence Stroll ist der Kopf hinter Aston Martin Credit: Sean Bull Design (Montage)
Lawrence Stroll ist der Kopf hinter Aston Martin Credit: Sean Bull Design (Montage)

Das Formel-1-Projekt ist für Aston Martin wichtig. Stroll: „Die Formel 1 ist das Herz der Marketing-Strategie für Aston Martin. Der Auftritt in der Formel 1 wird der Marke Schub verleihen, weit über die GP-Fangemeinde hinaus. Wir wollen, dass die Menschen Aston Martin viel besser wahrnehmen. Wir sehen den Rennsport als perfektes Schaufenster. Wir erachten die Formel 1 auch als Techniklieferant für die Serie.“

Mit Formel-1- und Social Media-Star Lewis Hamilton wäre das noch leichter. „Aston Martin soll frisch und modern auftreten, und gerade die sozialen Netzwerke werden uns dabei helfen. Wir wollen soviel wie möglich von uns zeigen. Wir wollen ein Team für alle sein“, sagt Stroll.

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Autor

Michael Zeitler
Michael Zeitler

Nach dem Politikwissenschaftsstudium stellte er fest: Interessant, aber der Motorsport ist dann doch spannender. Als Kind der Schumi-Ära hat Michael Zeitler kaum ein Formel-1-Rennen verpasst und Gefallen auch an anderen Rennserien wie der IndyCar gefunden. Nach ersten journalistischen Erfahrungen, etwa im Regionalfernsehen, kam er im Oktober 2015 als Volontär und schließlich als Redakteur zu AUTO BILD MOTORSPORT. Seit 2020 gehört er zum Team F1-Insider.


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