Formel 1

Vettels schlechte Vibrationen, Rücktrittsgerüchte bleiben

Formel 1 Sebastian Vettel Aston Martin Monza Italien 2021 01
Sebastian Vettel. Credit: Aston Martin

Formel 1: Vettel fährt im Sprintrennen zum GP Italien in Monza auf Platz zwölf.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Formel 1: Vettel fährt im Sprintrennen zum GP Italien in Monza auf Platz zwölf.

Er fährt beim Großen Preis von Italien in Monza zwar mit dem James-Bond-Logo, aber vom Agent mit der Lizenz zum Töten ist Sebastian Vettel (36) weit entfernt. Im zweiten Sprintrennen der Geschichte fiel der Aston-Martin-Star von Platz elf auf Rang zwölf zurück.

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„Ich hatte einen sehr guten Start, konnte aber nirgendwo hin“, berichtet Vettel, der vor der ersten Schikane beide Vorderräder zum Blockieren bringt. „Ich habe mir dann einen Bremsplatten eingefangen und konnte aufgrund der Vibrationen den Rest des Rennens nicht viel sehen.“

Das war auch der Grund, warum Teamkollege Lance Stroll und Alpine-Gegner Fernando Alonso am Heppenheimer vorbeifahren konnten. Vettel: „Ich bin froh, überhaupt die Zielflagge gesehen zu haben und dass wir nicht in die Box mussten.“

Formel 1 Sebastian Vettel Aston Martin Monza Italien 2021
Credit: Aston Martin

Immerhin: Ins Rennen am Sonntag startet er nach einer Strafversetzung von Sprint-Sieger Valtteri Bottas von Rang elf. „Der Speed war ok“, schaut er voraus. „Ich war überrascht, dass ich das Tempo mitgehen konnte.“

Dass das zweite Sprintrennen wenig Action bot, stört den Aston Martin-Pilot kaum: „Nicht jedes Rennen kann immer spannend sein”, räumt er ein. „Es ist hier nicht so einfach am Vordermann dran zu bleiben und entsprechend auch nicht zu überholen.”

Vettel wird immer einsilbiger

Fest steht: Vettel wird immer einsilbiger, wenn es um Interviews über die Formel 1 geht. Seine einstmals berühmten pausenlosen Reden schwingt er nur noch, wenn er für die Umwelt oder Gleichberechtigung kämpfen kann. Dann leuchten seine Augen. Durchs Fahrerlager geistert auch deshalb ein neues Gerücht. Laut italienischen Medien soll Aston Martin-Boss Lawrence Stroll bei McLaren nach Daniel Ricciardo gefragt haben. McLaren-Teamchef Andreas Seidl dementiert das. Ricciardo stehe ohnehin nicht zur Verfügung.

Hintergrund für die ständig aufkeimenden Spekulationen um Vettels Zukunft: Der Deutsche hat immer noch keinen Vertrag für 2022. Teamchef Otmar Szafnauer bekräftigt indes, dass die Fahrerpaarung „bald“ verkündet werde. Wie sicher sich Vettel seiner Zukunft in Grün sein kann? Szafnauer: „Ziemlich. Wir wollen, dass Seb bleibt. Und auch er mag das Team.“

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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