Formel 1

Mazepin kämpft wegen Platz 20 mit den Tränen

Formel 1 Nikita Mazepin Haas Brasilien GP 2021 Quali
Nikita Mazepin. Credit: LAT/Haas

Formel 1 in Brasilien: Mick Schumacher hat in Interlagos auch das nächste Teamduell gegen Nikita Mazepin gewonnen. Das trieb dem Russen die Tränen in die Augen

Andreas Arndt
Andreas Arndt

Formel 1 in Brasilien: Mick Schumacher hat in Interlagos auch das nächste Teamduell gegen Nikita Mazepin gewonnen. Das trieb dem Russen die Tränen in die Augen

Nikita Mazepin (22) zeigt sein anderes Gesicht! Eigentlich gilt der Russe als knallharter Rennfahrer, den nichts erschüttern kann. Und der auch keine Rücksicht nimmt auf seine Gegner.

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Doch im Interview nach dem Qualifying in Brasilien und kämpfte der Haas-Pilot plötzlich mit den Tränen. „Ich denke, das war der Tag, um nahe an den Williams dran zu sein. Es war ein gutes Qualifying, aber ich wollte zu viel“, schluchzte er. 

Mazepin landete wie üblich auf Rang 20, sah aber offenbar die Chance zu mehr. Zumal der Rückstand auf Teamkollege Mick Schumacher mit zweieinhalb Zehntelsekunden gering war.

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Nikita Mazepin. Credit: LAT/Haas

Deshalb ärgerte sich Mazepin über einen Fehler in Kurve 12: „Ich war auf einer guten Runde, aber dann habe ich den Fehler gemacht. Die Jungs haben einen richtig guten Job gemacht, ich konnte hier auch nicht im Simulator fahren. Ja, ich habe es verbockt …“ Dann versagte Mazepins Stimme. 

Das Simulator-Thema war bereits am Donnerstag aufgekocht, als Teamkollege Mick Schumacher zugab, „100 bis 150 Runden“ im Simulator gedreht zu haben, Mazepin sich aber nur mit „jeder Menge Youtube-Videos“ hat vorbereiten können. Hintergrund: Als Ferrari-Junior darf Mick Schumacher den Ferrari-Simulator nutzen. Haas dagegen hat keinen eigenen.

Mazepin steht unter Druck

Der Gefühlsausbruch von Mazepin zeigt aber auch, wie stark er unter Druck steht. Und das liegt nicht nur an seiner sportlichen Situation.

Immer wieder steht der WM-Letzte auch wegen seiner Aktionen neben der Strecke im Fokus. Am vergangenen Wochenende in Mexiko sorgte ein Video für Wirbel, auf dem er sich in einer Disco mit den Sicherheitskräften ein Wortgefecht geliefert hatte.

Mazepin streitet das ab. Er sei nur sauer gewesen, „weil uns einer meiner Ingenieure verlassen hat. Ich habe alle aus dem Team eingeladen, aber leider wurde einer nicht reingelassen.“ Die Situation sei aber schnell geklärt worden: „Alle waren drin und es war eine sehr schöne Party, auf der wir ein paar Stunden waren.“

Auch Haas-Teamchef Günther Steiner nimmt Mazepin in Schutz: „In Südtirol sieht es anders aus, wenn wir kämpfen“, lachte der Norditaliener.

Fest steht: Mazepin ist nicht der harte Typ, für den ihn alle halten. Das hat seine Reaktion nach dem Qualifying in Brasilien eindeutig gezeigt.

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Autor

Andreas Arndt
Andreas Arndt

Mit Eltern, die schon in den 70ern regelmäßig zu Rennstrecken gependelt sind, war klar, dass der Weg Richtung Motorsport führt. Nach dem Abitur und einem kurzen Abstecher in den Großhandel war es endlich soweit und der Einstieg bei Auto Bild MOTORSPORT als Multimediaredakteur war geschafft. Über zehn Jahre später und das Rennfieber ist noch immer ungebrochen. Seit 2020 Fotochef bei F1-Insider.com.


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