Formel 1

Andretti schießt gegen Formel 1: Geldgier!

Michael Andretti. Credit: IndyCar
Michael Andretti. Credit: IndyCar

Michael Andretti will mit seinem Indycar-Team und Cadillac in die Formel 1 einsteigen, doch er klopft an verschlossene Türen. Jetzt reagiert er öffentlich.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Michael Andretti will mit seinem Indycar-Team und Cadillac in die Formel 1 einsteigen, doch er klopft an verschlossene Türen. Jetzt reagiert er öffentlich.

Michael Andretti (60) will mit seinem Team und der General Motors-Marke Cadillac unbedingt in die Formel 1 einsteigen. Doch die Macher der Königsklasse und die meisten anderen Teams empfangen ihn nicht mit offenen Armen.

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Die Konkurrenz will das Preisgeld nicht mit einem weiteren Team teilen, die Promoter von Liberty Media wünschen sich weitere Hersteller anstelle von Privatteams als Neuzugänge.

Der US-amerikanische Rennstallbesitzer und Ex-F1-Pilot will das nicht akzeptieren und holt verbal zum Rundumschlag aus. Wegen des Widerstands gegen den Einstieg wirft er den Gegnern Gier und Eigensinn vor. 

Formel 1 Michael Andretti Mohammed bin Sulayem FIA Grid Miami GP 2022
Michael Andretti und Mohammed bin Sulayem. Credit: Mohammed bin Sulayem Twitter

„Es geht um Gier und darum, dass sie auf sich selbst schauen und nicht auf das Wachstum der Rennserie“, kritisiert Andretti im Gespräch mit Forbes. Seine Erklärung: „Zunächst denken sie, dass ihnen ein Zehntel ihrer Preisgelder entgeht, aber sie werden auch sehr gierig, wenn sie darüber nachdenken, dass wir ihnen alle amerikanischen Sponsoren wegnehmen.“

Die Formel 1 will in den USA eigentlich expandieren – macht dennoch nicht den Weg frei für ein weiteres US-Team neben Haas. Das führt immer mehr auch zur Auseinandersetzung mit dem Weltverband FIA. Denn deren Präsident Mohammed Ben Sulayem unterstützt die Bewerbung der Amerikaner.

„Wir sollten künftige Formel-1-Beitritte von globalen Herstellern wie GM und Vollblut-Rennfahrern wie Andretti und anderen fördern“, sagt er. „Überrascht“ sei er deshalb von den negativen Reaktionen der FIA und der Formel 1.

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Formel 1: Fahrer-Wertung
Endstand nach 22 Rennen

1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 454 Pkt.
2. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 308
3. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 305
4. George Russell (Großbritannien) – Mercedes 275
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 246
6. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 240
7. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 122
8. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine 92
9. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine 81
10. Valtteri Bottas (Finnland) – Alfa Romeo 49

11. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren 37
12. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin 37
13. Kevin Magnussen (Dänemark) – Haas 25
14. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri 23
15. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 18
16. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas 12
17. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri 12
18. Zhou Guanyu (China) – Alfa Romeo 6
19. Alexander Albon (Thailand) – Williams 4
20. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams 2
21. Nyck de Vries (Niederlande) – Mercedes-Benz 2

Konstrukteurs-Wertung
Endstand nach 22 Rennen

1. Red Bull 759 Pkt.
2. Ferrari 554
3. Mercedes 515
4. Alpine 173
5. McLaren 159
6. Alfa Romeo 55
7. Aston Martin 55
8. Haas 37
9. Alpha Tauri 35
10. Williams 8


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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