Formel 1

FIA zieht Zügel bei Flexi-Flügeln straffer

Formel 1 Aston Martin 2023
Credit: Aston Martin

Offenbar tricksen einige Teams mal wieder mit flexiblen Flügeln. Die Regelhüter der FIA wollen das nun beenden.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Offenbar tricksen einige Teams mal wieder mit flexiblen Flügeln. Die Regelhüter der FIA wollen das nun beenden.

Die FIA zieht die Zügel straff! Tricksereien mit flexiblen Flügeln werden ab dem Großen Preis von Singapur stärker überprüft und entsprechend geahndet. Das geht aus der Technischen Direktive TD018 hervor, die der Automobilweltverband vor dem GP der Niederlande an die Teams verschickt hat.

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Demnach glaubt die FIA, dass einige Teams „Bereiche mit absichtlich konstruierter lokaler Nachgiebigkeit“ sowie „Relativbewegungen zwischen benachbarten Komponenten“ nutzen, um ihre aerodynamische Effizienz zu steigern. Doch flexible Flügel verstoßen gegen Artikel 3.2.2 des Technischen Reglements. Er schreibt vor, dass alle Aero-Elemente „starr befestigt und unbeweglich“  sein müssen.

Hat Aston Martin mit flexiblen Flügeln getrickst?

Formel 1 Fernando Alonso Aston Martin Kanada GP 2023
Fernando Alonso. Credit: Aston Martin

Einige Teams haben diese Regel zum Saisonstart offenbar etwas eigensinnig interpretiert. Wie jetzt rauskam, haben die Regelhüter deshalb bereits zum GP Aserbaidschan Alarm geschlagen und die Teams aufgefordert, entsprechende Konstruktionen einzupacken. Brisant: Eines der Teams soll Aston Martin gewesen sein. Dafür spricht die starke Leistung Fernando Alonsos zu Saisonbeginn.

Ab dem Rennen in Singapur schiebt die FIA entsprechenden Tricksereien endgültig einen Riegel vor. Sie vermutet, dass die Elemente des Front- und oder Heckflügels sich so verbiegen und rotieren, dass die Regelhüter das bei den klassischen Belastungstests nicht erkennen können. Deshalb müssen die Teams ab dem nächsten GP in Singapur (17. September) Montagezeichnungen und Querschnitte vorlegen, die die Befestigung der vorderen Flügelelemente an der Nase sowie der hinteren Flügelelemente an den Endplatten und der hinteren Aufprallstruktur zeigen.

So will die FIA bereits anhand der technischen Zeichnungen erkennen, ob eine Konstruktion Tricksereien erlaubt oder den Regeln entspricht. Laut Motorsport.com müssen die Teams ihre technischen Zeichnungen bis 8. September einreichen. Der GP Italien in Monza an diesem Wochenende ist davon also noch nicht betroffen.


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Formel 1 Grand Prix der Niederlande
Ergebnis

1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 2:24:04,411 Std.
2. Fernando Alonso (Spanien) – Aston Martin +3,744 Sek.
3. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpine +7,058
4. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +10,068
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +12,541
6. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes +13,209
7. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren +13,232
8. Alexander Albon (Thailand) – Williams +15,155
9. Oscar Piastri (Australien) – McLaren +16,580
10. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine +18,346

Formel 1 Fahrer-Wertung
Stand nach 13 von 22 Rennen

1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 339 Pkt.
2. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 201
3. Fernando Alonso (Spanien) – Aston Martin 168
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 156
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 102
6. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 99
7. George Russell (Großbritannien) – Mercedes 99
8. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 75
9. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 47
10. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpine 37

Formel 1 Konstrukteurs-Wertung

1. Red Bull 540 Pkt.
2. Mercedes 255
3. Aston Martin 215
4. Ferrari 201
5. McLaren 111
6. Alpine 73
7. Williams 15
8. Haas 11
9. Alfa Romeo 9
10. Alpha Tauri 3


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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