Formel 1

Audi in der Formel 1: Adidas und Puma kämpfen um Ausrüstervertrag

Formel 1 Audi 2026 Preview 2022
Audi steigt 2026 in die Formel 1 ein. Credit: Audi AG

Adidas und Puma kämpfen um einen Sponsorvertrag mit dem neuen Audi-Team in der Formel 1. Wer macht das Rennen?

Ralf Bach
Ralf Bach

Adidas und Puma kämpfen um einen Sponsorvertrag mit dem neuen Audi-Team in der Formel 1. Wer macht das Rennen?

Wird Audi zu AUDIDAS oder gewinnt Puma das Rennen um eine Partnerschaft mit dem nächsten deutschen Premiumhersteller in der Formel 1?

Die Spatzen in Herzogenaurach zwitschern es von den verfeindeten Dächern: Adidas und Puma liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um einen großen Sponsorvertrag mit dem künftigen Formel-1-Rennstall Audi. 

Hintergrund: 2026 steigt Audi offiziell in die Königsklasse des Automobils ein. Erst kürzlich wurde das Projekt personell noch einmal durcheinandergewirbelt. Mit CEO Andreas Seidl und F1-Projektleiter Oliver Hoffmann löste der Vorstand zwei Chefs ab und installierte flugs Ex-Ferrari-Teamchef Mattia Binotto als neuen Boss. Unterstützt wird er von Teamchef Jonathan Wheatley, der von Red Bull zur Fabrik nach Hinwil stößt.

Adidas und Puma zu Audi? BP und Castrol schon an Bord

Formel 1 Audi 2026 Preview 2022
Audi steigt 2026 in die Formel 1 ein. Credit: Audi AG

Dass das Interesse am Rennsportprojekt der vier Ringe in der automobilen Königsklasse trotz der der bisher teils negativen Schlagzeilen groß ist, zeigt ein bereits abgeschlossener Deal. Schon vor einigen Wochen hat Audi eine strategische und technische Partnerschaft mit dem Öl- und Gasgiganten BP bestätigt, der als Kraftstofflieferant für das Team fungieren wird. Außerdem soll BP-Ableger Castrol Schmierstoffe für den V6-Turbomotor von Audi sowie EV-Flüssigkeiten für den Elektromotor und die Batterie herstellen.

Jetzt geht es u.a. um die Ausrüstung des Teams mit Kleidung. F1-Insider.com erfuhr: Eigentlich hatte Adidas das Rennen um Audi schon gewonnen. 30 Millionen Euro hat der Sportartikelhersteller mit den drei Streifen der Marke mit den vier Ringen angeblich geboten, um weiterhin weltweit im großen Stil Werbung machen zu können. 

Audi als Ersatz für die Nationalmannschaft

Nachdem Adidas die deutsche Fußball-Nationalmannschaft als Ausrüster an Nike verloren hat, will man mit Audi den Imageverlust ausgleichen. Zuvor hat Adidas bereits einen Deal mit dem Formel-1-Team von Mercedes ausgehandelt.

Mit dem neuen Chef Mattia Binotto ist jetzt aber alles anders. Grund: Puma hat enge Beziehungen zum Italiener, der als Ferrari-Teamchef die Vorzüge des zweiten Sportbekleidungsherstellers aus Herzogenaurach bereits über viele Jahre erfahren durfte. 

Der Konkurrent aus der einst eigenen Familie will das nun nutzen, um Adidas noch kurz vor der Ziellinie in Ingolstadt abzufangen. Favorit bleiben aber weiterhin die drei Streifen.

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Formel 1: Fahrer-Wertung
Stand nach 14 von 24 Rennen

1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 277 Pkt.
2. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 199
3. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 177
4. Oscar Piastri (Australien) – McLaren 167
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 162
6. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 150
7. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 131
8. George Russell (Großbritannien) – Mercedes 116
9. Fernando Alonso (Spanien) – Aston Martin 49
10. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 24

Konstrukteurs-Wertung

1. Red Bull 408 Pkt.
2. McLaren 366
3. Ferrari 345
4. Mercedes 266
5. Aston Martin 73
6. Racing Bulls 34
7. Haas 27
8. Alpine 11
9. Williams 4
10. Sauber 0


Autor

Ralf Bach
Ralf Bach

Ralf Bachs Zuhause ist der Formel-1-Zirkus. Seit rund 30 Jahren berichtet er für SPORT BILD, AUTO BILD MOTORSPORT, SPORT1 und das Ippen-Netzwerk (TZ München, Frankfurter Rundschau) von der Königsklasse. Für seine exklusiven Stories wurde er in die „Paddock Hall of Fame“ der Formel 1 aufgenommen. Auf F1-Insider.com schildert er, wie die Protagonisten ticken. Twitter: @ralfbond


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