Formel 1

Eddie Jordan: Banker verklagt Bank auf rund fünf Millionen Euro

Formel 1 Eddie Jordan
Eddie Jordan. Credit: Red Bull Content Pool

Eddie Jordan verklagt seine Anlagebank. Das ist der altehrwürdigen „Times“ sogar eine große Story wert.

Ralf Bach
Ralf Bach

Eddie Jordan verklagt seine Anlagebank. Das ist der altehrwürdigen „Times“ sogar eine große Story wert.

Er ist in den Formel-1-affinen Medien omnipräsent. Dabei lebte der Ire Eddie Jordan (76) in den letzten Jahren eher zurückhaltend, was sein Erscheinen im Fahrerlager der Königsklasse betrifft. Trotzdem hat der „irre“ Ire, dessen Prognosen ihm in Großbritannien den Beinamen „Orakel“ einbrachten, einen Kultstatus in der Formel 1 erreicht – und das ohne jegliche Beteiligung an der extrem aufgeblasenen Netflix-Doku „Driven to survive“.

Der erste Teamchef von Michael Schumacher 1991 hat lediglich als Experte für verschiedene Medien gearbeitet und betreibt derzeit zusammen mit  Ex-Pilot David Coulthard seinen eigenen Podcast .“Formula for Success“. Als Anfang des Jahres bekannt wurde, dass Adrian Newey Red Bull Racing verlassen würde , kam zudem raus, dass Jordan nicht nur einer der besten Freunde des Designgenies war und ist, sondern auch sein Manager.

Fest steht: Auf den Kopf gefallen war Jordan noch nie und , so erzählte er einmal F1-Insider.com, „verarschen lasse ich mich nicht.“ Das bekommt jetzt auch die britische HSBC-Bank zu spüren.

Der Ire verklagt die Bank vor dem High Court in London und behauptet, er sei unter Druck gesetzt worden, in etwas zu investieren, das als „risikoarm“ beworben wurde. Dieses Bewerben einer „risikoarmen“ Anlage habe Jordan fünf Millionen Pfund gekostet.

Times berichtet über Eddie Jordans Banken-Streit

Formel 1 Eddie Jordan Michael Schumacher
Eddie Jordan und Michael Schumacher. Credit: Mercedes

Der Fall Banker gegen Bank beschäftigt sogar die altehrwürdige „Times“. Einem Bericht zufolge hat Jordans Investmentgesellschaft Pendragon Investment Holdings erklärt, HSBC habe Druck ausgeübt, in einen Fonds zu investieren, bei dem im schlimmsten Fall nur ein Verlustrisiko von ein Prozent bestand.

Jordan sei sich nicht bewusst gewesen, dass der Fonds in Hochrisikosektoren investierte. Derselbe Bericht legt nahe, dass HSBC von den Verwaltungsgebühren und Zinsen profitierte (4,2 Millionen Pfund), obwohl der Fonds selbst 10 Prozent seines Wertes verlor.

Jetzt fordert Jordan fordert von HSBC 4,94 Millionen Pfund. Das sei der Betrag, den er nach Fälligkeit des Fonds im Vergleich zu seiner ursprünglichen Investition verloren hat.

Eddie Jordan: Erst Banker, dann Schumacher-Teamchef

Allein, was kaum jemand weiß: Jordan kennt sich mit Banken und deren Geschäftsverhalten extrem gut aus. Bevor er sich mit eigenem Team in der Formel 1 etablierte, war er hochrangiger Manager bei der Citibank. Er hat das Bankgeschäft von der Pike auf gelernt.

Jordan über diese Zeit: „Ich habe noch nie so viele Fehlentscheidungen von Managern in so kurzer Zeit erlebt. Das war eine Lehre für mich, nicht nur fürs Leben.“

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Formel 1: Fahrer-Wertung
Stand nach 14 von 24 Rennen

1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 277 Pkt.
2. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 199
3. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 177
4. Oscar Piastri (Australien) – McLaren 167
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 162
6. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 150
7. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 131
8. George Russell (Großbritannien) – Mercedes 116
9. Fernando Alonso (Spanien) – Aston Martin 49
10. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 24

Konstrukteurs-Wertung

1. Red Bull 408 Pkt.
2. McLaren 366
3. Ferrari 345
4. Mercedes 266
5. Aston Martin 73
6. Racing Bulls 34
7. Haas 27
8. Alpine 11
9. Williams 4
10. Sauber 0


Autor

Ralf Bach
Ralf Bach

Ralf Bachs Zuhause ist der Formel-1-Zirkus. Seit rund 30 Jahren berichtet er für SPORT BILD, AUTO BILD MOTORSPORT, SPORT1 und das Ippen-Netzwerk (TZ München, Frankfurter Rundschau) von der Königsklasse. Für seine exklusiven Stories wurde er in die „Paddock Hall of Fame“ der Formel 1 aufgenommen. Auf F1-Insider.com schildert er, wie die Protagonisten ticken. Twitter: @ralfbond


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