Formel 1

Marko über Hadjars Emotionen: „Ein bisschen peinlich“

Formel 1 Hadjar Crash Australien 2025
Isack Hadjar. Credit: F1 / X
Bianca Garloff
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So hat sich Isack Hadjar seinen ersten Grand Prix sicher nicht vorgestellt. Der Racing Bulls-Rookie wollte beim Australien-Auftakt von Startplatz elf aus ins Rennen gehen – doch dazu kam es gar nicht. Noch in der Einführungsrunde machte der Franzose einen folgenschweren Fehler und landete im Reifenstapel. Das Rennen – vorbei, bevor es überhaupt begonnen hatte.

Hadjars „Walk of Shame“ zurück in die Box

Hadjar war nach seinem Patzer völlig aufgelöst. Tränen, Frust, Fassungslosigkeit – die Emotionen kochten hoch. „Ich bin einfach nur beschämt“, gab der 20-Jährige später zu. „Ich habe die Hinterräder überbremst und dann das Auto verloren. Ich habe versucht, es noch zu retten, aber da war nichts mehr zu machen.“

Den Rückweg in die Box beschrieb er als „Walk of Shame“. Und auch Red-Bull-Berater Helmut Marko fand deutliche Worte: „Das war eine tränenreiche Show. Ein bisschen peinlich.“

Immerhin: Trost gab es von keinem Geringeren als Anthony Hamilton. Der Vater von Lewis Hamilton nahm den Rookie nach dem Crash in den Arm. „Er wusste genau, wie ich mich fühle“, sagte Hadjar dankbar. „Er meinte, ich soll den Kopf hochhalten und stolz auf mich sein.“ Auch F1-Boss Stefano Domenicali stattete dem Racing Bulls-Piloten später einen Besuch ab und baute ihn auf.

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Isack Hadjar. Credit: Red Bull Content Pool

Racing Bulls-Boss: „Es kann jedem passieren“

Unterstützung kam auch von Racing Bulls-Teamchef Peter Bayer. „Es kann jedem passieren – vor allem bei diesen Bedingungen“, stellte er klar. Und tatsächlich: Hadjar war nicht der einzige Pilot, der im Regen die Kontrolle verlor. Jack Doohan, Gabriel Bortoleto und Liam Lawson flogen ebenfalls ab. Auch Routinier Fernando Alonso erwischte es.

Doch für Hadjar war das kein Trost: „Ich hatte schon harte Tiefpunkte in meiner Karriere, aber das hier ist besonders bitter.“ Neben dem beschädigten Auto schmerzte ihn vor allem der verpasste Erfahrungsschatz: „Ich wollte mein erstes Formel-1-Rennen genießen und lernen. Jetzt habe ich nur einen zerstörten Boliden.“

Der Rookie muss sich nun schnell wieder aufrichten – denn die Formel 1 wartet nicht. Nächste Chance: In einer Woche in Shanghai.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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