Formel 1

Hamiltons Frust-Funk bei Ferrari

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Schwieriger Ferrari-Start für Hamilton: Platz 10 und Kommunikationsprobleme in Melbourne markieren einen holprigen Saisonauftakt.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Schwieriger Ferrari-Start für Hamilton: Platz 10 und Kommunikationsprobleme in Melbourne markieren einen holprigen Saisonauftakt.

Der Saisonauftakt in Melbourne war für Lewis Hamilton alles andere als ein Traumstart. Platz zehn, Kommunikationsprobleme mit seinem neuen Renningenieur Riccardo Adami und ein Auto, das sich noch fremd anfühlt – der Wechsel von Mercedes zu Ferrari zeigt sich als größere Herausforderung als gedacht.

Hamilton und Adami auf unterschiedlichen Wellenlängen

Ein Problem: Die Kommunikation stimmt noch nicht. Mehrfach war im Teamfunk zu hören, wie Hamilton seinem Ingenieur ins Wort fiel. Als Adami ihm Anweisungen zu DRS oder der Energierückgewinnung gab, kam prompt die Antwort: „Lass mich mal machen!“ oder „Ich lerne das Auto gerade erst kennen, also lass mich mal.“

Besonders bitter: Als der Regen am Ende des Rennens einsetzte, blieb Hamilton zunächst draußen – in der Hoffnung, dass es nur ein kurzer Schauer sei. Doch Ferrari informierte ihn nicht rechtzeitig darüber, dass sich die Lage verschärfte. „Ich dachte, ihr habt gesagt, es wird nicht mehr regnen?“, funkte Hamilton entnervt.

Formel 1 Hamilton Ferrari Australien 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Das Ergebnis: Statt einer Aufholjagd fiel er ans Ende der Punkteränge zurück.

Teamchef Fred Vasseur räumte ein, dass die Kommunikation verbessert werden müsse: „Wir müssen eine bessere Art finden, zwischen Auto und Box zu kommunizieren. Aber wir lernen aus diesem Rennen.“

Ferrari fühlt sich für Hamilton noch fremd an

Fest steht: Der Wechsel zu Ferrari bedeutet für Hamilton nicht nur eine neue Arbeitsumgebung, sondern auch eine komplett andere Technik. Die Datenanalyse sei „völlig anders“ als bei Mercedes, erklärte der siebenmalige Weltmeister. „Ich verstehe noch nicht alles.“

Hinzu kommt: Während Teamkollege Charles Leclerc das Auto von Beginn an im Griff hatte, kämpfte Hamilton besonders in den schnellen Kurven mit dem Fahrverhalten des SF-25. „Ich dachte, ich wäre weiter, aber als ich hier ankam, merkte ich: Ich habe noch einen weiten Weg vor mir.“

Trotzdem betonte er nach dem Rennen: „Ich bin froh, ins Ziel gekommen zu sein. Ich habe eine Menge gelernt, das wird mir für die kommenden Rennen helfen.“

Ferrari unter Druck – in China muss eine Steigerung her

Für Ferrari war Melbourne insgesamt ein enttäuschendes Wochenende. Leclerc wurde nur Achter, Hamilton Zehnter – zu wenig für einen Rennstall mit Titelambitionen.

Hamilton bleibt dennoch optimistisch: „Es gibt viel zu tun, aber wir arbeiten hart daran, besser zu werden. In China greifen wir wieder an!“

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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