Formel 1

Verstappen: Geheimtest auf der Nordschleife

Formel 1 Max Verstappen Red Bull 2025
Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat sich einen lange gehegten Traum erfüllt – bei einem geheimen Test auf der Nordschleife.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat sich einen lange gehegten Traum erfüllt – bei einem geheimen Test auf der Nordschleife.

Max Verstappen auf der Nürburgring-Nordschleife – und das ganz ohne F1-Show oder großes PR-Feuerwerk! Der dreifache Formel-1-Weltmeister drehte am Donnerstag still und heimlich seine Runden in einem Ferrari 296 GT3 – und zwar unter dem Pseudonym „Franz Hermann“.

Was zunächst wie ein kurioser Fahrername auf einem Emil-Frey-Ferrari wirkte, stellte sich schnell als hochkarätige Überraschung heraus: Max Verstappen persönlich saß hinter dem Steuer. Der Red-Bull-Star testete beim offiziellen NLS-Einstelltag auf der legendären Nordschleife – abgeschirmt von einem Sicherheitsdienst, aber nicht unbemerkt.

Red Bull hat Nordschleifen-Demo verboten

Dass Verstappen den Ferrari 296 GT3 fährt, ist kein Geheimnis: In den vergangenen Jahren absolvierte er immer wieder Testfahrten im Ferrari, mit dem Thierry Vermeulen – Sohn seines Managers – seit 2023 in der DTM unterwegs ist. Doch dass er nun bei einem öffentlichen Test auf der Nordschleife aufkreuzt, ist neu – und brisant: Noch 2023 hatte Red Bull Motorsportberater Helmut Marko eine geplante Demofahrt auf der Strecke untersagt.

DTM 2025 Ferrari 296 GT3. Credit: Gruppe C Photography
Ferrari 296 GT3. Credit: Gruppe C Photography

Ziel: Nordschleifen-Permit?

Doch lässt sich nicht bremsen. Offenbar arbeitet der Niederländer an seiner sogenannten Nordschleifen-Lizenz (Permit), die Voraussetzung für eine echte Rennteilnahme in der Eifel ist. Auch für Weltmeister gelten hier die gleichen Regeln: mindestens drei gewertete Rennen, 24 Runden, 75 Prozent Fahrzeit – das Regelwerk ist streng.

Nordschleife statt Formel 1?

Einen offiziellen Start am Samstag beim NLS-Rennen, der 56. Adenauer Rundstrecken-Trophy, wird es laut Veranstalter nicht geben. Doch der Auftritt des F1-Stars im Ferrari 296 GT3 ist mehr als ein Ausflug – es ist ein Signal. Verstappen will, darf und kann offenbar mehr als „nur“ Formel 1.

Die grüne Hölle hat einen neuen Fan – und der heißt Max Verstappen.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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