Formel 1

Monaco: Wurz fordert Umbauten für mehr Überhol-Action

Formel 1 Monaco Strecke 2025
Credit: Sam Bloxham/LAT Images/Pirelli

Nach dem Desaster-GP von Monaco 2025 fordert Ex-F1-Pilot Alexander Wurz konkrete Umbauten am Kultkurs – und präsentiert gleich drei clevere Ideen.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Nach dem Desaster-GP von Monaco 2025 fordert Ex-F1-Pilot Alexander Wurz konkrete Umbauten am Kultkurs – und präsentiert gleich drei clevere Ideen.

Jahr für Jahr das gleiche Drama in Monte Carlo: schöne Kulisse, wenig Rennen. Beim Monaco-GP 2025 war wieder klar, was fehlt: Überholmanöver. Stattdessen wurde das Rennen zum Taktik-Roulette mit Bummel-Faktor.

Deshalb bringt jetzt Ex-Formel-1-Fahrer Alexander Wurz Bewegung in die Debatte. Der Österreicher ist mittlerweile unter die Streckenarchitekten gegangen, arbeiten bei eigen Projekten auch mit dem Aachener Hermann Tilke zusammen, und präsentiert nun gleich drei Ideen, wie man den Traditionskurs aufmotzen könnte – ohne ihm den Charakter zu nehmen.

Wurz-Idee 1: Hafenschikane verschieben

Der Tunnel-Ausgang ist die einzige echte Chance zum Überholen – theoretisch. Praktisch ist die Schikane dahinter zu nah, um richtig anzugreifen. Wurz will sie 80 Meter nach hinten verlegen. Ergebnis: Längere Gerade, längere Bremszone, mehr Action. Wichtig sei laut Wurz aber, dass die legendäre Tabac-Kurve nicht an Schärfe verliert.

Wurz-Idee 2: Rascasse-Kurve umbauen

Formel 1 Monaco Rascasse-Kurve 2025
Credit: James Sutton – Formula 1/Formula 1 via Getty Images

Hier ging in der Vergangenheit schon mal was. Doch meist nur, wenn vorne einer pennt. Wurz‘ Lösung: Die Innenseite der Kurve leicht zurücksetzen. Dadurch wandert der Scheitelpunkt, die Linie wird weiter. Folge: Divebombs werden möglich, das Verteidigen schwieriger. Und wer sich wehrt, verliert Zeit auf Start-Ziel. Gute Voraussetzungen für DRS-Angriffe.

Wurz-Idee 3: Mehr Platz in der Loews-Haarnadel

Die berühmte Haarnadel ist eng, langsam und ohne Überholpotenzial. Noch. Wurz schlägt vor, den Eingang um rund 2,4 Meter zu verbreitern und den Ausgang ebenso. Damit könnten Fahrer innen reinstechen, ohne sich festzufahren. Auch hier wäre das Ziel: mehr Attacken, weniger Prozession.

Fest steht:Wurz zeigt, dass man nicht gleich Monaco umbauen muss, um Racing zu ermöglichen. Kleine Eingriffe, große Wirkung – so das Ziel. Jetzt liegt es an der F1-Kommission, die Ideen zu prüfen. Vielleicht ist der Monaco-GP bald mehr als ein glänzendes Schaulaufen für Yachten und Influencer.

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
Das ist F1-Insider.com


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


Verwandte Artikel