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DTM: Rast siegt mit Brummschädel – und fährt nach Le Mans

DTM René Rast BMW Zandvoort 2025
René Rast. Credit: Gruppe C Photography

Kämpferherz im Cockpit: Trotz starker Kopfschmerzen fuhr Rene Rast in Zandvoort zum Sieg.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Kämpferherz im Cockpit: Trotz starker Kopfschmerzen fuhr Rene Rast in Zandvoort zum Sieg.

Trotz Kopfschmerzen zum Sieg: Rene Rast (Schubert-BMW) hat das zweite DTM-Rennen in Zandvoort gewonnen – und das mit einem ordentlichen Brummschädel! 

Der dreifache Champion sicherte sich seinen ersten Saisonerfolg, musste danach aber ins Krankenhaus. Die gute Nachricht: Der BMW-Star hat grünes Licht für Le Mans.

DTM: Doppelsieg für Schubert, Schmerzen für Rast

Auf dem Papier sah es nach einem souveränen Erfolg aus: Pole Position am Freitag, Sieg am Sonntag. Doch was kaum einer mitbekam – Rene Rast war während des Rennens alles andere als fit. 

DTM René Rast BMW Zandvoort 2025
René Rast. Credit: Gruppe C Photography

Der BMW-Pilot hatte sich kurz vor dem Start den Kopf angeschlagen, musste Schmerztabletten nehmen, klagte über Übelkeit und später über Taubheitsgefühle in den Fingern. Direkt nach der Zieldurchfahrt ließ er sich im Medical Center durchchecken – und verpasste die Pressekonferenz. Wenig später ging es zur Sicherheit ins Krankenhaus nach Haarlem.

Die Erleichterung folgte am Sonntagabend: Keine schweren Verletzungen, Rast durfte abreisen. „Mit Blick auf seine Weiterreise nach Le Mans wurde grünes Licht gegeben“, heißt es von BMW. Rast war laut eigenen Aussagen auf dem Weg zur Toilette kurz vor dem Rennen mit einem Zaunpfahl kollidiert.

Teamkollege Wittmann überrascht – und stark

DTM René Rast und Marco Wittmann BMW Zandvoort 2025
René Rast und Marco Wittmann. Credit: Gruppe C Photography

Rasts Schubert-BMW-Kollege Marco Wittmann zeigte sich überrascht: „Ich wusste gar nicht, dass Rene angeschlagen war“, sagte der zweimalige Champion. Der Franke fuhr in seinem 200. DTM-Rennen auf Rang zwei – trotz einer nachträglichen Zeitstrafe. Im Rennen war Wittmann zwar am Ende schneller, riskierte gegen seinen Teamkollegen aber nichts. „Ich habe auf einen Fehler gehofft – aber Rene hat das sauber durchgezogen.“

Rast zieht an Bernd Schneider vorbei

Bereits am Freitag hatte Rast ein Ausrufezeichen gesetzt: Mit seiner 26. Pole Position zog er vorbei an DTM-Rekordchampion Bernd Schneider und ist nun alleiniger Pole-Rekordhalter. Sein Wochenende in Zandvoort war also nicht nur sportlich, sondern auch historisch bedeutend.

In der Meisterschaft liegt der dreimalige Champion jetzt nur noch 16 Punkte hinter Tabellenführer Lucas Auer auf Rang zwei. Der Österreicher (Mercedes-AMG) belegte am Sonntag Platz sieben.

Schon an diesem Wochenende geht’s für René Rast direkt weiter: In Le Mans steht das 24-Stunden-Rennen an, wo der Deutsche einen BMW M Hybrid V8 pilotiert.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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