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Wehrlein betritt Neuland in Le Mans

Le Mans Porsche Wehrlein 2025
Pascal Wehrlein. Credit: Porsche

Pascal Wehrlein (Porsche) startet 2025 erstmals bei den 24 Stunden von Le Mans – und erklärt, warum das Langstreckenrennen ganz andere Fähigkeiten fordert als die Formel E.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Pascal Wehrlein (Porsche) startet 2025 erstmals bei den 24 Stunden von Le Mans – und erklärt, warum das Langstreckenrennen ganz andere Fähigkeiten fordert als die Formel E.

Pascal Wehrlein erfüllt sich einen Traum – und steht dabei vor einer der größten Herausforderungen seiner Karriere. Beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans gibt der Porsche-Werkspilot am Wochenende sein Debüt im Porsche 963 Hypercar. Dabei startet der Formel-E-Weltmeister mit seinen Kollegen Nick Tandy und Felipe Nasr von Platz fünf.

Wehrlein betritt an der Sarthe quasi Neuland: „Das ist ein ganz anderes Rennformat mit völlig anderen Anforderungen“, sagt er.

Le Mans Porsche Wehrlein 2025
Pascal Wehrlein. Credit: Porsche

Während in der Formel E komplexe Software, Energiemanagement und strategische Simulationen dominieren, geht es in Le Mans mehr um Ausdauer, Verkehr und Langzeitpräzision. Wehrlein: „In Le Mans kannst du dir über 24 Stunden keine Fehler erlauben – egal ob beim Boxenstopp, beim Überrunden oder in den Slow Zones.“

Verkehr statt Taktik: größte Umstellung für Wehrlein

Besonders der Umgang mit langsamerem Verkehr stellt den 30-Jährigen vor neue Aufgaben: „In Le Mans sind massive Geschwindigkeitsunterschiede normal. Du hast Amateure auf der Strecke, die sich nicht immer vorhersehbar verhalten. Das ist für mich die größte Umstellung.“

Seine Hypercar-Generalprobe feierte Wehrlein schon Ende 2023 beim Daytona-Test. Kurzfristig ins LMDh-Cockpit gerufen, überzeugte er dort auf Anhieb. Weitere Einsätze in Aragon und beim WEC-Rennen in Spa folgten. „Ich habe vielleicht fünf Tage im Simulator verbracht – der Rest war echte Fahrpraxis“, so Wehrlein. „Aber ich fühle mich bereit.“

Le Mans Porsche Wehrlein 2025
Pascal Wehrlein. Credit: Porsche

Warum es mit Le Mans lange nicht klappte

Eigentlich hätte Wehrlein schon früher in Le Mans starten können. Doch Porsche hatte seine Hypercar-Einsätze zunächst mit festen Stammpiloten besetzt – zudem lag der Fokus für Wehrlein klar auf der Formel E.

Durch eine Lücke im Kader wurde der Start 2025 möglich. „Ich habe gute Leistungen gebracht, im Test überzeugt – jetzt bin ich hier“, freut sich Wehrlein.

Auch für Porsche ist Wehrleins Teilnahme ein Bonus: Wehrlein gilt als einer der konstantesten und schnellsten Fahrer der Marke – in Le Mans darf der ehemalige Formel-1-Pilot das nun im wohl härtesten Rennen der Welt unter Beweis stellen.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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