Pascal Wehrlein (Porsche) hält die Formel-E-WM in Berlin mit Platz zwei weiter offen.
Starke Leistung von Pascal Wehrlein (Porsche) hat beim Heimrennen der Formel E in Berlin: Auf dem regennassen Asphalt des Tempelhofer Felds kämpfte sich der Weltmeister nach einem schwierigen Start auf Platz zwei hinter Jaguar-Pilot Mitch Evans.
Damit steht fest: Die Titelentscheidung ist vertagt.
Rowland patzt, Wehrlein verkürzt
Oliver Rowland (Nissan), bislang souveräner Tabellenführer, leistete sich in der Schlussphase einen Fahrfehler, krachte in die Mauer und musste aufgeben. Damit verpasste der Nissan-Pilot die Chance, sich vorzeitig zum Weltmeister zu krönen.

Sein Vorsprung auf Wehrlein schrumpfte auf 50 Punkte – morgen im zweiten Rennen des Berlin-Double-Headers kann er den Sack aber erneut zumachen. Dafür bräuchte er nach dem Lauf einen Vorsprung von mindestens 58 Punkten.
Wehrlein bleibt kämpferisch: „Es war ein echt gutes Rennen, wir haben alles gegeben und wichtige Punkte fürs Team geholt – Platz eins wäre drin gewesen. Morgen greifen wir wieder an.“
Porsche: Crash im Training, Aufholjagd im Rennen
Das Rennwochenende in Berlin begann für den Porsche-Piloten mit einem Schock: Im Freien Training kollidierte Wehrlein mit seinem eigenen Teamkollegen Antonio Felix da Costa, der daraufhin in die Mauer krachte. Trotz einer Rückversetzung um drei Startplätze machte Wehrlein im Rennen schnell Boden gut und zeigte eine souveräne Leistung.

Auch strategisch lief für Porsche alles rund: Beim Pflicht-Boxenstopp wurde der 99X Electric mit 600 kW in 30 Sekunden „nachgeladen“, zehn Prozent mehr Energie für die Schlussphase – die Wehrlein clever nutzte.
Der zweite Deutsche im Feld, Maximilian Günther, raste im DS Penske auf Rang sechs. David Beckmann wurde als Letzter gewertet.
Regen-Chaos
Dabei waren die Bedingungen am Samstag alles andere als einfach: Dauerregen sorgte für Chaos im Zeitplan, das zweite freie Training wurde ganz gestrichen, das Qualifying fand mit Verspätung statt.

Trotzdem steht die Formel E zu Berlin: Formel-E-Mitgründer Alberto Longo kündigte vor dem Rennen an: „Berlin wird immer Teil des Kalenders sein. Die Deutschen haben eine große Motorsport-Leidenschaft und ein Faible für Technik.“
Am Sonntag (13. Juli) folgt Lauf zwei in Berlin – mit der nächsten Titelchance für Rowland. Das Qualifying startet um 11.20 Uhr, das Rennen um 16.05 Uhr – beides live im Free-TV bei DF1.
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