Marc Marquez dominiert den Sachsenring: Beim 200. MotoGP-Rennen seiner Karriere feiert der Ducati-Star seinen 69. Sieg – und bleibt der unangefochtene „King of the Ring“
Marc Marquez ist zurück – und wie! Der Ducati-Star hat beim Deutschland-GP auf dem Sachsenring eindrucksvoll gezeigt, warum er als King of the Ring gilt. Im Rennen zur MotoGP-Weltmeisterschaft fuhr der Spanier der Konkurrenz regelrecht davon – ohne jemals ans Limit zu müssen.
Schon vor dem Wochenende hatte Marquez angekündigt, dass er den Sachsenring „angreifen“ wolle. Gesagt, getan: Beim 200. MotoGP-Rennen seiner Karriere feierte der 32-Jährige seinen 69. Sieg in der Königsklasse – und überholte damit Giacomo Agostini in der ewigen Bestenliste. Es war zudem sein neunter Triumph auf dem Sachsenring in der MotoGP, der zwölfte insgesamt.
„Diese Strecke hatte ich mir im Kalender angestrichen. Nach Austin war ich extra fokussiert, um keinen Fehler zu machen. Hier wollte ich ein perfektes Wochenende abliefern“, erklärte Marquez nach seinem Sieg, den er mit über sechs Sekunden Vorsprung vor Bruder Alex Marquez einfährt.
Marquez: „Ich war nicht am Limit“

Das Bemerkenswerte: Marquez fuhr seine Gegner nicht mit einem Husarenritt in Grund und Boden, sondern mit Präzision und Kontrolle. „Ich habe versucht, das Rennen zu kontrollieren. Ich wusste, dass es lang wird. Ich wollte die Reifen schonen und nicht ans Limit gehen. Im Training habe ich gesehen, dass ich auch so schnell genug bin“, so Marquez, der sich seine Kräfte optimal einteilte.
Der WM-Leader betonte: „Ich respektiere alle meine Gegner. Es ist nicht so, dass ich mit einer Hand fahre. Aber ich habe mir die perfekte Linie gesucht und die Reifen am Anfang geschont.“ Die Zeiten: konstant im hohen 1:20er-Bereich – und trotzdem klar schneller als der Rest.
MotoGP: Marquez führt in WM
Marquez führt die WM-Wertung weiter souverän an. Sein siebter Titel in der MotoGP scheint nur noch Formsache zu sein, auch wenn der Routinier bescheiden bleibt: „Es ist erst Halbzeit.“ Sein Geheimnis: akribische Vorbereitung. Schon am Freitag verzichtete er auf eine Jagd nach Bestzeiten, stattdessen arbeitete er an Elektronik und Motormapping. „Das zahlt sich hier aus“, so Marquez, den selbst Rivale Di Giannantonio bewundernd mit Jorge Lorenzo verglich.
Ob diese unheimliche Dominanz auch auf anderen Strecken gelingt? Marquez selbst zweifelt: „Diese Präzision geht nur hier auf dem Sachsenring.“ Für seine Gegner bleibt zu hoffen, dass er damit recht behält. Für die Fans ist klar: Der König des Rings regiert weiter – und das beeindruckender denn je.
MotoGP Sachsenring Rennen Ergebnis
- Marc Marquez (Ducati) – 40:42.854
- Alex Marquez (Gresini Ducati) – +6.380 s
- Francesco Bagnaia (Ducati) – +7.080 s
- Fabio Quartararo (Yamaha) – +18.738 s
- Fermin Aldeguer (Gresini Ducati) – +18.916 s
- Luca Marini (Honda) – +24.743 s
- Brad Binder (KTM) – +24.820 s
- Jack Miller (Pramac Yamaha) – +25.757 s
- Raul Fernandez (Trackhouse Aprilia) – +25.859 s
- Alex Rins (Yamaha) – +39.419 s
- Joan Mir (Honda) – DNF
- Ai Ogura (Trackhouse Aprilia) – DNF
- Marco Bezzecchi (Aprilia) – DNF
- Lorenzo Savadori (Aprilia) – DNF
- Fabio Di Giannantonio (VR46 Ducati) – DNF
- Johann Zarco (LCR Honda) – DNF
- Pedro Acosta (KTM) – DNF
- Miguel Oliveira (Pramac Yamaha) – DNF
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