Red-Bull-Berater Helmut Marko äußert sich zum spektakulären Aus von Teamchef Christian Horner – und blickt mit Zuversicht auf die zweite Saisonhälfte.
Es war ein Paukenschlag in der Formel 1: Mitten in der Saison trennt sich Red Bull von Christian Horner, dem bisher einzigen Teamchef seiner Geschichte. 20 Jahre lang hatte der Brite das Team geführt, acht WM-Titel mit Sebastian Vettel und Max Verstappen gefeiert – nun ist Schluss.
Kurz vor dem Belgien-GP erklärt Motorsportberater Helmut Marko die Hintergründe.
„Es entwickelt sich in der Formel 1 wie im Fußball: Wenn es nicht klappt, muss der Trainer eben gehen“, so Marko gegenüber der Kleinen Zeitung. Allein: Zuletzt hatte Horner nicht nur sportlich unter Druck gestanden, sondern auch intern durch Vorwürfe und Machtkämpfe an Rückhalt verloren.
Mekies übernimmt: Weniger Macht, mehr Fokus
Die Nachfolge übernimmt Laurent Mekies, zuvor Teamchef der Racing Bulls. Marko lobt: „Der Übergang ist sehr gut erfolgt. Laurent ist ein Menschenkenner.“

Anders als Horner will sich Mekies stärker aufs Sportliche konzentrieren. „Er ist nicht so in andere Abteilungen involviert. Seine Aufgabenbereiche sind klarer definiert.“
Auch beim Setup und der Vorbereitung der Rennwochenenden greift Mekies bereits ein. „Er hat Details in der Simulator-Arbeit verändert“, verrät Marko. Ein Kulturwandel – vom Alleinherrscher Horner zum Teamspieler Mekies.
Keine Kündigungswelle in Sicht
Gerüchte, wonach zahlreiche Horner-Vertraute das Team in Milton Keynes verlassen könnten, dementiert Marko: „Uns ist nichts bekannt.“ Die Mannschaft sei intakt, der Fokus liege nun auf der WM-Aufholjagd – auch wenn das angesichts des Rückstands von Max Verstappen (69 Punkte hinter Piastri) auf die McLaren-Spitze ambitioniert klingt.

Trotz Rückstand sieht Marko noch Chancen im Titelrennen: „Es sind noch zwölf Rennen, mit Sprintwertungen gibt es 332 Punkte zu holen. Solange es rechnerisch möglich ist, geben wir nicht auf.“
Ein neues Update für den RB21 soll in Spa-Francorchamps helfen, den Abstand zur Spitze zu verkleinern. Marko: „Wir mussten etwas machen. Spa ist zudem eine der Lieblingsstrecken von Max – da kann sein Talent noch mehr zur Geltung kommen.“
Fazit
Red Bull stellt sich sportlich wie strukturell neu auf. Und Helmut Marko macht klar: Mit einem Verstappen in Spa und einem optimierten RB21 ist auch 2025 noch alles drin.
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