Formel 1

Sprint-Quali in Spa: Piastri eine halbe Sekunde vor Verstappen

Formel 1 Oscar Piastri McLaren Spa 2025
Oscar Piastri. Credit: Andy Hone/LAT Images/McLaren

Oscar Piastri fliegt im McLaren zur Pole für den Belgien-Sprint – mit fast einer halben Sekunde Vorsprung. Alle Ergebnisse.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Oscar Piastri fliegt im McLaren zur Pole für den Belgien-Sprint – mit fast einer halben Sekunde Vorsprung. Alle Ergebnisse.

Mit einem echten Paukenschlag sichert sich Oscar Piastri die Poleposition für das Sprint-Rennen in Spa-Francorchamps. Der McLaren-Pilot fährt im entscheidenden dritten Qualifying-Segment (SQ3) eine Runde, an die niemand herankommt: 1:40,510 Minuten. Der Australier ist damit fast eine halbe Sekunde schneller als Weltmeister Max Verstappen im Red Bull.

Piastri mit Machtdemonstration

Formel 1 Oscar Piastri McLaren Spa 2025
Oscar Piastri. Credit: Steven Tee/LAT Images/McLaren

Schon in den Trainings und den ersten beiden Qualifying-Abschnitten deutete sich an, dass in den belgischen Ardennen etwas Besonderes vorhat. Doch was der Australier dann im finalen Shootout auf den Asphalt brannte, ließ selbst seinen Renningenieur am Funk staunen: „Der Abstand beträgt fast eine halbe Sekunde. Das war wirklich beeindruckend.“

Schlüssel zur Bestzeit waren die Sektoren 2 und 3, wo Piastri besonders viel Zeit gutmachte.

Verstappen und Norris in Lauerstellung

Max Verstappen. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Max Verstappen wird im Sprint von Rang zwei starten, Lando Norris im zweiten McLaren von Rang drei. Beide hatten gegen die Top-Zeit von Piastri keine echte Chance, auch wenn Norris in SQ2 noch die schnellste Runde fuhr. Charles Leclerc sicherte sich Rang vier, dahinter Ocon, Sainz, Bearman, Gasly, Hadjar und Bortoleto.

Hamilton, Hülkenberg und Mercedes enttäuschen

Bereits in SQ1 kam das frühe Aus für Lewis Hamilton. Der Ferrari-Pilot verlor beim Anbremsen der Bus-Stop-Schikane das Heck und drehte sich: Platz 18, die neue Hinterradaufhängung funktionierte offenbar nicht wie geplant.

Formel 1 Nico Hülkenberg Sauber Spa 2025
Nico Hülkenberg. Credit: Ryan Pierse/Getty Images/Pirelli

Auch Nico Hülkenberg (P17) war früh raus. Der Silverstone-Held hatte Pech mit Verkehr und haderte mit der Medium-Runde: „Die erste Runde war nicht gut genug. Vier Hundertstel haben gefehlt – schade, aber selbstverschuldet.“

Auch Andrea Kimi Antonelli musste seinen Silberpfeil früh parken: Der Mercedes-Junior versenkte seine Runde im Kies von Stavelot, landete auf dem letzten Platz. Teamkollege George Russell schied in SQ2 aus – ein Verbremser kostete entscheidende Zehntel auf die Top 10.

Track-Evolution sorgt für Chaos

Die Bedingungen änderten sich während des Qualifyings spürbar. In SQ2 wurde die Strecke rasant schneller. Brisant: Piastri wäre beinahe rausgeflogen, weil ihm seine erste Zeit wegen Tracklimits gestrichen wurde. Am Ende rettete ihn sein früher Versuch gerade noch so auf Platz zehn.

Auch Lawson, Tsunoda und beide Aston-Martin-Piloten schafften es nicht ins Top-Segment – trotz neuem Aero-Paket. Offenbar kam man mit dem Timing der schnellen Runden nicht ideal zurecht.

Formel 1 Belgien Grand Prix in Spa
Sprint-Qualifying, Ergebnis

1. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:40,510 min
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:40,987
3. Lando Norris (GB), McLaren, 1:41,128
4. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:41,278
5. Esteban Ocon (F), Haas, 1:41,565
6. Carlos Sainz (E), Williams, 1:41,761
7. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:41,857
8. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:41,959
9. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:41,971
10. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:42,176
11. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:42,169
12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:42,184
13. George Russell (GB), Mercedes, 1:42,330
14. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:42,453
15. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:42,832
16. Alex Albon (T), Williams, 1:43,212
17. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:43,217
18. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:43,408
19. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:43,587
20. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:45,394

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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