Formel 1

Mercedes-Teamchef mit brutaler Ansage an Antonelli

Formel 1 Kimi Antonelli Mercedes Spa 2025
Kimi Antonelli. Credit: Richard Pardon / Mercedes

Nach mehreren Patzern wird der Druck auf Kimi Antonelli größer – doch Teamchef Toto Wolff kontert mit Fürsorge statt Kritik. In Spa überrascht er mit einer klaren Botschaft und einem ungewöhnlichen Anreiz für den Nachwuchsfahrer.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Nach mehreren Patzern wird der Druck auf Kimi Antonelli größer – doch Teamchef Toto Wolff kontert mit Fürsorge statt Kritik. In Spa überrascht er mit einer klaren Botschaft und einem ungewöhnlichen Anreiz für den Nachwuchsfahrer.

Die Leichtigkeit ist ihm verloren gegangen… Kimi Antonelli (18) steht bei Mercedes unter Beobachtung. Nach zwei Ausfällen in Folge, dem Dreher im Sprint-Shoot-out zum GP Belgien und nur Platz 18 im Qualifying zum Hauptrennen wächst der Druck auf den jungen Italiener.

Das einstige Wunderkind performt seit dem Podium von Kanada nicht mehr wie ein künftiger Weltmeister – und auch nicht wie ein Mercedes-Pilot.

Und trotzdem will Teamchef Toto Wolff von übermäßiger Kritik nichts wissen. Im Gegenteil: Er macht seinem Schützling in Spa ausdrücklich Mut und greift dabei zu einem ungewöhnlichen Mittel.

Wolff zu Antonelli: 500 Euro für einen Crash

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Kimi Antonelli. Credit: Richard Pardon / Mercedes

„Ich habe ihm gesagt, was ich von ihm erwarte, ist, dass er schnell fährt“, verrät der Wiener vorm Qualifying bei Sky. „Und wenn er sich in die Mauer legt, dann gebe ich ihm 500 Euro Cash, weil ich möchte auf jeden Fall, dass es kein Trauma zurücklässt.“

Sinn und Zweck der ungewöhnlichen Motivationstaktik: Der Österreicher will vermeiden, dass sich Antonelli durch Rückschläge mental ausbremsen lässt.

„Er muss weiter Gas geben, er muss weiter alles auf die Strecke bringen, weil er ist zwei, drei Zehntel hinterm George – und das darf ihm im Kopf nicht hängen bleiben.“

Wolff nimmt Mercedes in die Pflicht

Formel 1 Toto Wolff Mercedes Spa 2025
Toto Wolff. Credit: Sebastian Kawka / Mercedes

Sein Mercedes-Team selbst nimmt Wolff ebenfalls in die Pflicht. Denn die Vorbereitung auf das schwierige Sprint-Wochenende in Spa sei insgesamt nicht optimal gewesen.

Wolff: „Wir haben – und das war falsch – einen langen Longrun gemacht und sind ins Qualifying mit nur einer einzigen schnellen Runde im ersten Training gegangen. Das geht halt nicht, und vor allem nicht bei einem Rookie.“

Die Botschaft an Antonelli ist klar: Fehler sind erlaubt. Aber Stillstand im Kopf – der ist gefährlicher als jeder Quersteher auf der Strecke. Die nächste Chance auf eine steile Lernkurve hat der Italiener schon am Sonntag im Hauptrennen zum GP Belgien.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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