Formel 1

Hamilton entschuldigt sich nach Quali-Blamage bei Ferrari

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Spa 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Kleiner Fehler, große Wirkung: Ferrari-Star Lewis Hamilton steht nach einem bitteren Quali-Drama mächtig unter Druck.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Kleiner Fehler, große Wirkung: Ferrari-Star Lewis Hamilton steht nach einem bitteren Quali-Drama mächtig unter Druck.

Lewis Hamilton erlebt in Spa ein Wochenende zum Vergessen. Nach dem Dreher im Sprint-Qualifying scheidet der Ferrari-Neuzugang auch im regulären Qualifying zum Grand Prix von Belgien frühzeitig aus – wegen Track Limits. Der Rekordweltmeister gesteht seinen Fehler ein und entschuldigt sich öffentlich bei Ferrari.

Track Limits werfen Hamilton erneut raus

Schon am Freitag hatte Hamilton für Schlagzeilen gesorgt: Ein Dreher in der Bus-Stop-Schikane beendete sein Sprint-Qualifying vorzeitig. Am Samstag folgte der nächste Rückschlag – diesmal unter anderen Umständen, aber mit ähnlichem Ausgang: In Q1 fuhr Hamilton eine Zeit, die für Rang sieben gereicht hätte. Doch auf der Vollgas-Passage über Raidillon war der Ferrari mit allen vier Rädern außerhalb der Streckenbegrenzung. Die Runde wurde gestrichen. Platz 16 – Aus.

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Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

„So weit war ich wohl noch nie draußen“, musste Hamilton nach dem Qualifying zugeben. Zwar kündigte er an, das Gespräch mit den Stewards zu suchen, doch große Hoffnungen macht er sich selbst nicht. „Jeder nimmt den Kerb“, so seine erste Reaktion. Doch die automatisierte Überwachung in Spa spricht eine klare und damit andere Sprache.

Hamilton: „Es tut weh. Ich muss mich entschuldigen“

Immerhin: Der siebenfache Weltmeister zeigt sich reumütig: „Es tut unglaublich weh. Mein Fehler. Ich muss mich einfach beim Team entschuldigen. Die ganze harte Arbeit, der Filmtag zur Vorbereitung – und dann schaffe ich es nicht mal durch Q1. Das ist inakzeptabel. Es tut mir richtig leid.“

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Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Hamilton betont, dass sich der Wagen nach Änderungen zwischen Sprint und Quali „nicht schlimm“ angefühlt habe. Aber: „Ich fühlte mich nicht wirklich komfortabler als am Freitag. Das Heck war immer noch nervös.“ Während Charles Leclerc locker ins Q3 fuhr (am Ende Platz drei), musste Hamilton sogar einen zweiten Reifensatz aufziehen, um überhaupt in Reichweite zu kommen – bevor der entscheidende Fehler passierte.

Kein Start aus Boxengasse

Für das Rennen plant Hamilton keine radikale Umstellung. Ein Start aus der Boxengasse ist kein Thema. Auch wenn Regen möglich ist, bleibt der Optimismus gedämpft: „Ich denke, es gibt nicht viel, was wir tun können. Einfach von hier starten und mal schauen.“

Fest steht: Hamilton steckt in Spa in einer tiefen Formkrise – und steht bei Ferrari nach nur wenigen Rennen unter Druck. Einsicht und Reue sind zwar da, doch die brutale italienische Presse wird ihm nicht mehr ewig Zeit geben, sich an die rote Diva anzupassen.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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