Formel 1

Milliarden-Bewertung! Warum Aston Martins F1-Team plötzlich so viel wert ist

Formel 1 Aston Martin Fernando Alonso 2025
Fernando Alonso. Credit: Aston Martin

Aston Martin hat geschafft, wovon viele Teams träumen: Innerhalb weniger Jahre hat sich der Rennstall vom Krisenteam zum Milliarden-Unternehmen entwickelt. Jetzt bringt ein neuer Anteilsverkauf die Bewertung auf über 3,2 Milliarden Dollar.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Aston Martin hat geschafft, wovon viele Teams träumen: Innerhalb weniger Jahre hat sich der Rennstall vom Krisenteam zum Milliarden-Unternehmen entwickelt. Jetzt bringt ein neuer Anteilsverkauf die Bewertung auf über 3,2 Milliarden Dollar.

Das Formel-1-Team von Aston Martin ist auf dem besten Weg, vom einstigen Sorgenkind zum Goldesel zu werden. Nach einem Anteilsverkauf wird das Team wird nun mit sage und schreibe 3,2 Milliarden Dollar bewertet – das entspricht rund 2,8 Milliarden Euro! Doch was steckt hinter dem steilen Anstieg des Marktwerts?

Vom Force-India-Pleitegeier zum Milliarden-Team

2018 stand das Team noch am Abgrund: Insolvenz, Unsicherheit, Ausverkauf. Dann kam der kanadische Mode-Milliardär Lawrence Stroll mit einem klaren Plan und einem ersten Investment von 117 Millionen Dollar.

racing point force india
Credit: Force India

Er übernahm das Team (damals noch Force India) mit einem Konsortium und krempelte alles um: neuer Name, neue Infrastruktur, neue Ambitionen. Heute ist Aston Martin nicht nur sportlich wieder wer, sondern auch wirtschaftlich ein Schwergewicht im F1-Zirkus.

Der aktuelle Meilenstein: Ein Investor kauft einen Minderheitsanteil für 146 Millionen Dollar, wie die Aston-Martin-Mutterfirma Lagonda Global Holdings plc nun bestätigte. Der Deal katapultiert den Teamwert um 600 Millionen nach oben – binnen eines Jahres! Zum Vergleich: 2023 lag die Bewertung noch bei 2,6 Milliarden Dollar.

Der Plan von Lawrence Stroll geht auf

Formel 1 Adrian Newey Aston Martin 2024
Adrian Newey und Lawrence Stroll. Credit: Aston Martin

Stroll versprach damals, das Team zur Spitze zu führen – und investierte kräftig. Die Folge: Ein neues Werk in Silverstone, ein hauseigener Windkanal, eine professionelle Infrastruktur auf Topniveau. Ab 2026 kommt mit Honda ein neuer Motorenpartner an Bord. Und als wäre das nicht genug, wurde auch noch Stardesigner Adrian Newey verpflichtet, der bei Red Bull als Mastermind hinter den Titeljahren gilt.

F1-Boom in den USA lässt die Kasse klingeln

Doch nicht nur die sportliche Entwicklung macht Aston Martin zum Investoren-Liebling. Auch der Formel-1-Hype in den USA spielt dem Team in die Karten. Dank der Netflix-Serie „Drive to Survive“ erreicht die Königsklasse ein immer jüngeres Publikum – besonders im wichtigen US-Markt.

Formel 1 Lance Stroll Aston Martin 2025
Lance Stroll. Credit: Aston Martin

Laut aktuellen Studien gibt es dort inzwischen über 52 Millionen Fans – zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das Zuschaueralter: jung, dynamisch, attraktiv für Sponsoren. US-Unternehmen reißen sich inzwischen um Werbeflächen in der Formel 1. Die Königsklasse boomt – und Aston Martin surft auf der Erfolgswelle mit.

Umsatzmaschine Formel 1

Auch die Zahlen der Serie insgesamt zeigen, wie lukrativ das Geschäft geworden ist: 2024 erzielte die Formel 1 zum vierten Mal in Folge ein Umsatzwachstum – auf 3,65 Milliarden Dollar. Davon profitieren nicht nur Rechteinhaber, sondern auch die Teams. Wer jetzt richtig aufgestellt ist, gewinnt nicht nur auf der Strecke, sondern auch auf dem Bankkonto.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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