Nico Rosberg spricht über seine Zeit mit Hamilton bei Mercedes – und verrät, wie der Brite sich intern Vorteile verschaffte. Genau das braucht er jetzt bei Ferrari.
Lewis Hamilton erlebt bei Ferrari keinen leichten Start – sportlich hängt er Charles Leclerc klar hinterher. In 30 Pflichtsessions führt der Monegasse das teaminterne Duell mit 22:8 an, alle fünf Podestplätze der Scuderia gehen auf sein Konto. Ein Muster, das Nico Rosberg nur zu gut kennt.
Als Hamilton mit Zetsche essen war
Der Weltmeister von 2016 wurde bei Mercedes über Jahre Hamiltons härtester Gegner – und er weiß, wie stark der Brite abseits der Strecke agieren kann. In einem Podcast von Sky F1 verrät Rosberg nun: „Das war eine seiner größten Stärken: Er war extrem gut darin, Beziehungen zur Teamführung aufzubauen.“

Besonders bitter für Rosberg: „Plötzlich erfuhr ich: Lewis war gestern Abend mit Dieter Zetsche essen in Stuttgart – dem damaligen Daimler-Chef. Das war wie ein Dolch im Herzen.“ Während Rosberg sich aufs Sportliche konzentrierte, verschaffte sich Hamilton intern subtil Vorteile – durch Gespräche, Nähe zur Chefetage und gezieltes Lobbying.
Der Rekordweltmeister hat es bei Ferrari schwerer
Genau das versucht Hamilton jetzt offenbar auch bei Ferrari. Vor dem Belgien-Wochenende verriet er, dass er der Scuderia bereits ausführliche Dokumente geschickt habe – mit Vorschlägen, wie das Team sich für 2026 strategisch neu aufstellen solle.

Doch Ferrari ist nicht Mercedes – und Leclerc kein Neuling wie Rosberg 2013. Leclerc ist fest in Maranello verwurzelt, genießt Rückhalt und liefert. Das macht es schwer für Hamilton, intern die Zügel in die Hand zu nehmen – zumal die Leistungen aktuell nicht stimmen.
In Spa unterliefen dem siebenmaligen Weltmeister gleich zwei grobe Patzer, die zum Q1-Aus für das Sprint- und Hauptrennen führten. Nico Rosberg betont: „In einem Team wie Ferrari schadet es nie, sich intern Rückhalt zu verschaffen.“ Doch mit Fehlern auf der Strecke wird das schwer. Der Brite weiß: Wer führen will, muss liefern.
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