Lewis Hamilton wollte im Ferrari-Simulator neue Set-ups testen, doch die Möglichkeiten waren stark eingeschränkt.
Lewis Hamiltons Einstieg bei Ferrari verläuft weiterhin alles andere als nach Plan. Seit seinem Wechsel von Mercedes wartet der siebenfache Weltmeister noch immer auf sein erstes Podium und hinter den Kulissen kam es schon vor Saisonstart zu einer unerwarteten Hürde.
Wie die Gazzetta dello Sport berichtet, begann der Brite seine Vorbereitung auf das Ferrari-Abenteuer im Januar mit Testfahrten in Fiorano und Barcelona. Zudem verbrachte er viele Stunden im Simulator in Maranello, um sich an das neue Arbeitsumfeld zu gewöhnen. Sein Ziel: mit möglichst vielen verschiedenen Set-ups experimentieren, um die perfekte Balance im SF-25 zu finden.

Hamilton stand nur eine begrenzte Set-up-Auswahl zur Verfügung
Doch daraus wurde nichts. Hamilton konnte nur auf eine stark begrenzte Anzahl von Basis-Set-ups zugreifen. Damit fehlte ihm die Möglichkeit, eine breite Palette an Konfigurationen durchzuprobieren und genau zu verstehen, wie sich einzelne Änderungen auf das Fahrverhalten auswirken.
Das Problem wird durch Ferraris neue Pullrod-Vorderachse verschärft. Zwar sorgt sie für präzisere Einlenkpunkte, bringt aber auch mehr Untersteuern in engen Passagen. Die Ingenieure erhöhten daher die Lenkempfindlichkeit, was Hamilton nicht optimal liegt. Seine Set-ups sollen bislang nicht ideal zur Aero-Balance passen, auch, weil „interne Hürden“ ein freieres Arbeiten verhindern.
Die Budgetobergrenze als Hindernis für Ferrari
Laut Gazzetta hat Hamilton der Scuderia in den vergangenen acht Monaten detailliertes Feedback geschickt, darunter auch die Empfehlung, die Simulator-Technologie zu modernisieren. Piero Ferrari verweist jedoch auf die Budgetobergrenze, die Prioritäten wie die Entwicklung des 2025er Autos und des 2026er Antriebs vorgibt.
In Ungarn erhielt der Rekordweltmeister zudem persönlichen Rat von Jo Ramirez, einst Koordinator bei McLaren und enger Vertrauter von Ayrton Senna. Sein Tipp: trotz aller Rückschläge positiv bleiben.
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