Ralf Schumacher bremst die Erwartungen an Mercedes-Junior Kimi Antonelli und sieht ihn nicht als den nächsten Verstappen.
Ralf Schumacher hat sich kritisch zu den hohen Erwartungen an Mercedes-Junior Kimi Antonelli geäußert. Der 17-Jährige gilt als eines der größten Talente im Motorsport und soll mittelfristig eine zentrale Rolle in der Formel 1 spielen. Doch für den früheren Grand-Prix-Sieger kommt der Hype aktuell zu früh.
Schumacher: „Als den nächsten Max Verstappen würde ich Antonelli nicht bezeichnen“
„Ich glaube schon, dass Kimi ein starker Rennfahrer ist, aber er braucht einfach seine Zeit“, sagt Schumacher gegenüber der BILD. „Er hat ja die Nachwuchsserien sehr schnell durchlaufen und deshalb relativ wenig Erfahrung. Wenn bei ihm alles stimmt, ist er schnell, aber das Auto war offensichtlich zu komplex. Als den nächsten Max Verstappen würde ich ihn nicht bezeichnen.“
Antonelli stieg in Windeseile durch die Junior-Kategorien. Mercedes-Teamchef Toto Wolff hält große Stücke auf den Italiener.

Antonelli tut sich noch schwer
Doch der Einstieg in die Königsklasse ist härter als erwartet. In der ersten Saisonhälfte tat sich Antonelli schwer, das Potenzial des Wagens voll auszuschöpfen. Alle Rennen hat er hinter Teamkollege Russell beendet.
Hinzu kommt der Druck, der mit dem Ruf als „Wunderkind“ einhergeht. Wolff hatte bereits vor Saisonbeginn betont, dass Antonelli Zeit bekommen soll, um sich einzugewöhnen. Neben einer Sprintpole in Miami konnte er mit einem Podestplatz in Kanada immerhin einzelne Highlights setzen.
Ob Antonelli tatsächlich zum nächsten Superstar heranwächst, wird sich wohl erst in den kommenden Jahren zeigen. Mercedes hat signalisiert, dass man ihm dafür die nötige Zeit geben will, ohne übertriebene Eile.
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