Max Verstappen nutzte im WM-Duell 2021 kleine Psychospielchen: Im Cooldown-Room ließ er Lewis Hamilton als Machtansage bewusst warten.
Max Verstappen zeigte schon während des Titelkampfs 2021, dass er nicht nur auf, sondern auch neben der Strecke keine Angst vor Rekordweltmeister Lewis Hamilton hatte. Sein damaliger Performance-Coach Bradley Scanes enthüllte nun, mit welchen kleinen Psychospielchen der Niederländer den Mercedes-Star zu provozieren versuchte.
Im High Performance Podcast erklärte Scanes, dass Hamilton nach Sessions im Cooldown-Room stets sehr lange brauchte, um sich fertigzumachen. Der Brite wechselte regelmäßig das komplette Outfit, richtete sich die Haare und ließ seinen WM-Rivalen und die anderen warten.
„Es war ein Machtspiel zwischen Verstappen und Hamilton“

Der damals noch deutlich unerfahreneren Red-Bull-Pilot reagierte darauf: „Also haben wir irgendwann angefangen, selbst jedes Teil der Ausrüstung zu wechseln, ganz bewusst langsam“, berichtete Scanes. „So musste Lewis plötzlich auf Max warten. Es war ein Machtspiel, um zu zeigen: Wir übernehmen jetzt das Kommando.“
Die Szene ist ein Beispiel für die feinen Mindgames zwischen den beiden Topfahrern im packenden WM-Duell von 2021. Damals entschied der Red-Bull-Star die hoch umkämpfte Saison hauchdünn für sich und leitete damit die bis 2024 andauernde Erfolgsära des österreichischen Rennstalls ein.
Die Mentalität war der Schlüssel
Auch Hamiltons langjährige Assistentin Angela Cullen bekam Verstappens Härte zu spüren. Nach dem chaotischen Rennen in Saudi-Arabien, als Hamilton ihm nach einer Bremsaktion auffuhr, warf sie Verstappen laut Scanes sogar vor, „jemanden umbringen“ zu können, wenn er so weiterfahre.
Die Mentalität des inzwischen viermaligen Weltmeisters war aber auch der Schlüssel zu seinen Glanzmomenten: In den USA etwa hielt er auf älteren Reifen einen anstürmenden Hamilton ab. Und selbst für die brandneue Strecke von Saudi-Arabien ließ er sich kurzerhand eine eigene Simulation erstellen, um den Kurs perfekt zu lernen.
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