Deutschlands Tennisstar Alexander Zverev geht mit Psychologen gestärkt in die US Open – und will in New York endlich den ganz großen Traum wahrmachen.
Alexander Zverev will es wissen! Kurz vor den US Open zeigt sich die deutsche Nummer eins offen und verrät, wie er die Wochen nach dem Erstrundenaus in Wimbledon verbracht und erlebt hat.
„Nach Wimbledon war ich am Tiefpunkt. Ich habe gesagt, dass ich keinen Grund mehr hatte, morgens aufzustehen. Da wusste ich: So kann es nicht weitergehen“, gesteht Zverev in New York. Der sonst so coole Hamburger suchte sich einen Psychologen und zieht eine erste Zwischenbilanz: „Es ist ein Prozess, aber es fühlt sich sehr gut an. Ich bin auf dem richtigen Weg.“
Tennispause nach Wimbledon
Für den Olympiasieger war der Schritt ungewöhnlich. Statt wie sonst sofort wieder ins Fitnessstudio oder auf den Court zu gehen, legte er bewusst eine Pause ein. Urlaub mit Freunden, Abstand vom Tennis und dann die Arbeit mit einem Profi für den Kopf. „Ich genieße es wieder, auf dem Platz zu stehen. Und das sieht man auch an meinem Spiel und den Emotionen. Wenn ich nämlich ruhiger bin, ist das ein schlechtes Zeichen“, sagt Zverev.

Die Ergebnisse geben ihm recht: Halbfinale in Toronto, starke Matches in Cincinnati, die Formkurve zeigt nach oben. Und in Flushing Meadows hat Zverev ohnehin eine besondere Geschichte. 2020 verpasste er den Titel gegen Dominic Thiem nur um Haaresbreite, 2021 lieferte er Novak Djokovic ein episches Halbfinale. „Ich liebe das Arthur-Ashe-Stadium, es ist eines der schönsten Stadien der Welt. Jetzt will ich den letzten Schritt machen“, sagt er.
Neue Generation? Kein Problem. Mit Carlos Alcaraz und Jannik Sinner stehen die Shootingstars bereit. Zverev nimmt die Herausforderung an: „Wenn ich die beiden hier schlage und den Pokal hochhalte, dann weiß ich, dass ich es wirklich verdient habe.“
Zverev trainierte mit Onkel Toni
Dafür hat er sich nicht nur an einen Psychologen gewandt, sondern auch an die Familie Nadal. In Manacor trainierte er mit Toni Nadal, dem langjährigen Coach und Onkel von Rafael Nadal. „Es geht darum, Wege zu finden, die Besten zu schlagen. Deshalb habe ich auch mit Toni Nadal und Rafa gesprochen, um eine neue Sichtweise zu bekommen. Rafa kennt mich seit zehn Jahren als Gegner. Wer könnte mir besser Tipps geben?“
Am kommenden Montag starten für Zverev die US Open, in der ersten Runde trifft er auf Alejandro Tabilo.
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