Formel 1

Red Bull schwärmt: „Senna“ und „Prost“ bald Teamkollegen

Formel 1 Max Verstappen und Isack Hadjar Zandvoort 2025
Max Verstappen und Isack Hadjar. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool
Ralf Bach
Ralf Bach

Die Entscheidung scheint bei Red Bull gefallen. Der Franzose Isack Hadjar wird 2026 Teamkollege von Superstar Max Verstappen. Was das mit Senna und Prost zu tun hat.

Vor der Saison redeten alle von Mercedes-Junior Kimi Antonelli (19). Der Italiener sollte als Nachfolger von Lewis Hamilton im Silberpfeil direkt in die Erfolgsspur fahren. Nach dem ersten Rennen nach der Sommerpause ist Ernüchterung eingekehrt. Antonelli fiel mehr durch Fehler als durch Talent auf, kostete das Team wie vergangenen Sonntag in Zandvoort wertvolle Punkte.

Dafür ging der Stern eines anderen Neulings auf. Racing-Bulls-Pilot Isack Hadjar ist der Shootingstar der Saison. Höhepunkt: Beim Großen Preis der Niederlande raste der 20-jährige Franzose sensationell auf Platz drei und erreichte damit sein erstes Podium in der Königsklasse des Automobils.

Doch noch mehr als der Erfolg zeichnet eine andere Charaktereigenschaft die Erfolgsspur Hadjars wieder. „Er ist unglaublich hart im Nehmen und hält massivem Druck stand“, lobt Red-Bull-Chefberater Helmut Marko den Franzosen bei F1-Insider.com.

Formel 1 Isack Hadjar Racing Bulls Zandvoort 2025
Isack Hadjar. Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool

Villeneuve ist sicher: „Hadjar ist der Richtige!“

Als Beweis nennt der Grazer die Wochenend-Chronologie des Franzosen mit algerischen Wurzeln. Technische Probleme warfen ihn im Training zurück. Doch Hadjar ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und behielt dann im Chaos-Rennen die Nerven: Nach dem Defekt von Lando Norris erbte Hadjar Platz drei. Dort blieb er – souverän, abgeklärt, fehlerfrei.

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve überschüttete Hadjar nach dem Rennen mit Lob: „Er ist jung, er ist ein Neuling und er bleibt cool unter Druck. Ich glaube, er sitzt nächstes Jahr schon im Red Bull. Villeneuve weiter: „Er stand unter massivem Druck von Russell, Leclerc und anderen und trotzdem hat er nichts falsch gemacht. Für mich ist klar: Er ist der Richtige.“

Auch Marko schwärmt vom kleinen „Prost“

Auch Red-Bull-Berater Helmut Marko war voll des Lobes: „Selbst Platz vier wäre schon groß gewesen. Aber ein Podium, das ist eine Sensation. Ich habe ihn anfangs immer den ,kleinen Prost‘ genannt, viele haben gelacht. Jetzt hat er geliefert.“ Grund: Der Franzose stammt wie der viermalige Champion Alain Prost aus Frankreich, ist ebenso klein gebaut, hat ebenfalls eine markante Nase, ist schnell und abgebrüht zugleich.

Formel 1 Dr. Helmut Marko Red Bull
Dr. Helmut Marko. Credit: Red Bull Content Pool

Insider wissen: Viele Kosenamen verteilt der „Doktor Meistermacher“ aus Graz nicht. Der letzte, der einen liebevollen Kosenamen von Marko bekam, war Max Verstappen. Über ihn sagte Helmut Marko am Anfang seiner Karriere: „Er wird der ,neue Senna‘.“ Da ist es nur logisch, dass dann der neue „Senna“ und der neue „Prost“ wie einst die Originale bei McLaren wieder in einem Team fahren werden. Auch wenn Marko sich offiziell noch zurückhält: „Das werden wir später entscheiden“, so der Österreicher bei Sky. 

F1-Insider aber erfuhr: Die Entscheidung ist längst pro Hadjar gefallen. Der Franzose weiß es bereits, soll es aber mit Rücksicht auf Noch-Red-Bull-Pilot Yuki Tsunoda noch nicht sagen.

Tsunoda vor dem Aus: Hadjar wird ihn ersetzen

Hintergrund: Tsunodas Vertrag läuft Ende 2025 aus. Damit ist der Weg frei für Hadjar. Soll heißen: Red Bull könnte erstmals seit Jahren wieder mit zwei echten Top-Piloten antreten – besonders, wenn die neuen Regeln 2026 die Karten neu mischen. Hadjar selbst zeigte sich nach dem Zandvoort-Coup kämpferisch: „Ich bin zu allem bereit.“

Fest steht: Hadjar ist die Entdeckung der Saison. Cool, schnell, selbstbewusst – und jetzt auch noch mit einem Podium. Die Experten sind sich deshalb sicher: Red Bull wird ihn befördern, damit der neue Senna und der neue Prost wieder Teamkollegen werden.

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Autor

Ralf Bach
Ralf Bach

Ralf Bachs Zuhause ist der Formel-1-Zirkus. Seit rund 30 Jahren berichtet er für SPORT BILD, AUTO BILD MOTORSPORT, SPORT1 und das Ippen-Netzwerk (TZ München, Frankfurter Rundschau) von der Königsklasse. Für seine exklusiven Stories wurde er in die „Paddock Hall of Fame“ der Formel 1 aufgenommen. Auf F1-Insider.com schildert er, wie die Protagonisten ticken. Twitter: @ralfbond


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