Jacques Villeneuve mahnt McLaren-Pilot Oscar Piastri trotz WM-Vorsprungs zur Vorsicht und auch F1-Insider Ralf Bach sieht mentale Risiken für den Australier.
Nach dem chaotischen Grand Prix der Niederlande hat sich die WM-Situation deutlich zugunsten von Oscar Piastri verschoben. Weil Teamkollege Lando Norris nach einem Ausfall leer ausging, führt der Australier die Fahrerwertung nun mit komfortablen 34 Punkten an. Viele Experten werten diesen Moment bereits als kleine Vorentscheidung, doch Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve warnt eindringlich vor Nachlässigkeit.

Die neue Situation „ändert die Einstellung, denn jetzt hat er einen Puffer und die Kontrolle über die Meisterschaft“, erklärte der Champion von 1997 bei Sky Sports F1. Doch genau darin liege auch die Gefahr: „Es ist nun seine Meisterschaft, die er nur noch verlieren kann. Das ist etwas ganz anderes.“
„Man fährt etwas defensiver“
Villeneuve sieht ein Risiko, dass Piastri nun in eine mentale Falle gerät. „Man zweifelt an sich selbst. Man fährt etwas defensiver, was einen dazu verleitet, Fehler zu machen, oder wird man ein bisschen nachlässig?“ Ein Szenario, das es in der Vergangenheit schon mehrfach gegeben hat: „Wir haben Fahrer in dieser Position gesehen, die so viele Punkte verloren haben, weil sie ihre Fahrweise geändert haben, weil sie diesen kleinen Puffer hatten, und das erzeugt zusätzlichen Stress.“
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Der Kanadier betont: „Wir haben ihn noch nie in einer solchen Situation erlebt. Daher ist es schwer vorherzusagen, wie er sich unter Druck verhalten wird.“ Damit spricht Villeneuve einen Punkt an, der auch bei Experten für Diskussion sorgt: Wie geht der 24-Jährige mit der doch sportlich eigentlich entlastenden Position um?
Insider gibt Piastri einen Ratschlag
F1-Experte Ralf Bach ordnet im neuesten YouTube Video von F1-Insider.com ein: „Ob Piastri mit anderen Fahrern 1:1 zu vergleichen ist, bezweifle ich. Eins ist klar: Durch den Norris-Ausfall hat er jetzt so viel Vorsprung, dass er jetzt schon über die Wahrscheinlichkeit denkt, Weltmeister zu werden. Und dann ist die Frage, was das mit einem macht.“
Sein Tipp: „Piastri wäre gut beraten, das auszublenden und wie vor dem Wochenende in Zandvoort die Sache anzugehen. Er sollte einfach sein Ding weitermachen.“ Dieses Wochenende hat er direkt die Gelegenheit dazu, der GP von Italien steht auf dem Programm.
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