Audi profitiert von Kontakten seines Projektleiters: Ex-Teamchef Binotto wildert bei Ferrari.
Ferrari droht ein herber Aderlass: Zwei hochrangige Ingenieure verlassen offenbar die Scuderia und schließen sich ausgerechnet dem neuen Audi-Werksteam an. Auslöser der Rochade: Mattia Binotto, Ex-Teamchef in Maranello und mittlerweile Boss bei Sauber/Audi.
Wie die italienischen Zeitungen Corriere della Sera und Corriere dello Sport berichten, handelt es sich um Wolf Zimmermann und Lars Schmidt. Beide gelten als Schlüsselkräfte in Ferraris Motorenabteilung. Zimmermann, seit elf Jahren in Maranello, ist als Leiter Forschung und Entwicklung maßgeblich an der Performance-Steigerung der Antriebe beteiligt. Der Corriere spricht sogar von einer „Revolution“ für die Roten. Der Abgang des Deutschen sei ein herber Rückschlag.
Audis Coup: Zimmermann und Schmidt wechseln
Schmidt wiederum stieg in über neun Jahren bei Ferrari vom Ingenieur zum Entwicklungsleiter auf. Zuvor war er bereits für Mercedes tätig und bringt damit wertvolles Know-how in Sachen Hybridtechnologien mit. Wann die beiden offiziell zu Audi wechseln, ist noch offen.

Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur soll zuletzt versucht haben, Zimmermann und Schmidt vom Bleiben zu überzeugen – vergeblich. Stattdessen hat er selbst auf dem Transfermarkt zugeschlagen: Laut Corriere wurden Spezialisten von Alpine und Mercedes verpflichtet, um die Lücken zu schließen.
Ferrari reagiert
Wichtig für Ferrari: Enrico Gualtieri, Leiter der gesamten Antriebseinheit, bleibt an Bord. Der Italiener war schon 2023 ein Wunschkandidat von Binotto, entschied sich aber bewusst für einen Verbleib in Maranello. Damit bleibt die zentrale Figur für die Motoren-Zukunft der Roten im Haus.

Für Audi ist die Verpflichtung von Zimmermann und Schmidt ein echter Coup. Die Ingolstädter steigen 2026 offiziell in die Formel 1 ein und wollen von Beginn an konkurrenzfähig sein. Dass Binotto nun zwei seiner früheren Weggefährten ins Boot holt, zeigt: Audi macht ernst – und wird in der Motorenfrage ein Schwergewicht.
Ferrari hingegen muss erneut den Spagat schaffen: Einerseits Abgänge verkraften, andererseits die Weichen stellen für die Motoren-Ära ab 2026. Das Duell zwischen Ferrari und Audi bekommt damit schon vor dem ersten gemeinsamen Grand Prix eine zusätzliche Brisanz.
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