Formel 1

Ex-Pilot: „Hättest du Verstappen neben Vettel gesetzt…“

Vettel und Verstappen. Credit: D. Istitene/Getty Images/Red Bull Content Pool
Vettel und Verstappen. Credit: D. Istitene/Getty Images/Red Bull Content Pool
Alex Warneke
Alex Warneke

Andrea Kimi Antonelli gilt als eines der größten Talente im Motorsport, doch seine erste Formel-1-Saison bei Mercedes läuft nicht so, wie es Experten und Fans erwartet hatten. Während Teamkollege George Russell konstant Top-Ergebnisse einfährt, tut sich der erst 18-Jährige schwer. Alle 15 Rennen hat er hinter seinem etablierten Teamkollegen beendet.

Ex-F1-Pilot Jolyon Palmer hat nun im Podcast F1 Nation erklärt, warum der ständige Vergleich von Antonellis Debüt mit Max Verstappens Einstieg in die Königsklasse unfair sei. „Warum dachten wir, ein 18-jähriger Rookie würde sofort besser sein? Wegen des Hypes“, meint der Brite. In den Medien war von „Nächster Verstappen“ und „Wunderkind“ die Rede.

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Kimi Antonelli. Credit: Mercedes

Verstappen fuhr im Debütjahr neben einem anderen Rookie

Verstappen selbst dagegen habe 2015 bei Toro Rosso neben Carlos Sainz, ebenfalls ein Neuling, starten dürfen. Palmer: „Verstappen kam in die Formel 1 neben Rookie Carlos Sainz. Hättest du Antonelli neben Rookie Isack Hadjar gesetzt, würden wir heute sagen: Wow, der 18-Jährige hat tolle Ergebnisse.“

Die Realität sieht anders aus: Antonelli misst sich mit George Russell, einem Fahrer, der sich gegen Rekordweltmeister Lewis Hamilton bei Mercedes behauptet hat. Palmer: „Das Niveau, das Russell aktuell fährt, ist das eines Champions. Wenn er im McLaren säße, wäre er auf dem Level von Lando und Oscar. Und genau daran messen wir Kimi.“

Der ehemalige F1-Pilot ist überzeugt: Auch Verstappen hätte es mit einem Topfahrer schwer gehabt. „Setz‘ Max 2015 neben einen Sebastian Vettel in Bestform, das wäre wahrscheinlich nicht gut ausgegangen.“

Antonelli mit wenigen Highlights

Antonelli hatte einen vielversprechenden Start mit der Pole-Position im Miami-Sprint und einem Podium in Montreal. Doch seit Juni sind die Ergebnisse eingebrochen: Nur drei Punkte, dazu vier Ausfälle, mehr als die meisten Konkurrenten.

Russell hat hingegen 194 Punkte gesammelt. Dazu kommen sechs Podien, ein Sieg und fast durchgehend Punkte für den Briten. Sein Teamkollege steht in der Tabelle bei 66 Zählern und glänzte nur selten, leistete sich jüngst mehrere Fehler, kollidierte unter anderem schon mit Verstappen und Charles Leclerc.

Dennoch traut Palmer dem Italiener eine Zukunft in der Formel 1 zu: „Er war ein Sensationstalent im Kart, stark in Formel Renault und F2. Er muss jetzt solide Wochenenden abliefern und sich als stabiler F1-Pilot etablieren.“ Wie Russell wartet der Formel-1-Neunkömmling aber noch auf seinen Vertrag für die kommende Saison.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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