Formel 1

Ralf Schumacher erklärt Hamiltons Ferrari-Problem

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Monza 2025
Lewis Hamilton. Credit: Clive Rose/Getty Images/Pirelli
Alex Warneke
Alex Warneke

Lewis Hamilton kämpft in Rot: Ralf Schumacher sieht dabei nicht den Speed des Rekordweltmeisters als Problem, sondern die fehlende Konstanz.

Lewis Hamilton steckt weiter tief in der Ferrari-Krise. Der siebenfache Weltmeister wollte nach zwölf Mercedes-Jahren in Maranello seine Karriere neu beleben – doch bislang bleiben Siege und Podien aus. Nach 16 Rennen 2025 liegt der 40-Jährige mit 117 Punkten nur auf WM-Rang sechs.

Ralf Schumacher zeigt sich erstaunt, wie schwer sich Hamilton in Rot tut. „Ich bin ein bisschen überrascht, wie die Saison verlaufen ist“, sagt er bei T-Online. „Ich hatte vor dem Start gesagt, dass es für ihn nicht einfach wird bei Ferrari. Charles Leclerc ist ein starker Teamkollege und die Vorstellung, Hamilton würde gleich um den Titel fahren, war gewagt. Aber dass er sich so lange so schwer tut, damit habe ich nicht gerechnet.“

Formel 1 Ralf Schumacher Sky Ungarn 2025
Ralf Schumacher. Credit: Guido De Bortoli/LAT Images/Sauber

Schumacher: „Die Konstanz ist das Problem“

Dabei sei es nicht die Geschwindigkeit, die Hamilton aktuell fehle. „Zumindest Speed ist kein großes Problem mehr. In Zandvoort und Monza war er relativ nah dran. Aber die Konstanz ist das Problem.“ Besonders schwer wiegen für Schumacher die Fehler: „Zweimal in Zandvoort gedreht, das Auto in die Reifen gesetzt, zu schnell in die Boxengasse gefahren und eine Strafe kassiert? Mit seiner Erfahrung darf ihm das nicht passieren.“

Als Teamchef hätte er daher wenig Geduld: „Man muss bedenken, er verdient sehr viel Geld und kam mit der Erwartung, Top-Leistungen zu bringen. Bisher hat das überhaupt nicht funktioniert. Als Teamchef hätte ich dafür weniger Verständnis. Ich hoffe, es ist nur ein Konzentrationsproblem. Sollte es daran liegen, dass er das Auto schon am Limit bewegt, wäre das kein gutes Zeichen.“

Hamilton selbst hatte sich nach schwachen Qualifyings mehrfach öffentlich selbst kritisiert und Ferrari sogar nahegelegt, „den Fahrer zu wechseln“. Dass er im Qualifying zuletzt näher an Leclerc heranrückte, wertet Schumacher nicht als Entwarnung – entscheidend bleiben für ihn die Sonntage.

In Baku der nächste Schock für den siebenmaligen Champion: Am Ende des ersten freien Trainings touchierte er die Mauer, was einen Plattfuß zur Folge hatte.

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!


Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


Verwandte Artikel