Formel 1

Massa verklagt Formel 1 nach WM-Skandal: Es geht um Millionen

Formel 1 Felipe Massa Ferrari
Felipe Massa. Credit: Ferrari

Felipe Massa zieht 17 Jahre nach dem WM-Drama von 2008 vor Gericht – und fordert 70 Millionen Euro Entschädigung.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Felipe Massa zieht 17 Jahre nach dem WM-Drama von 2008 vor Gericht – und fordert 70 Millionen Euro Entschädigung.

Felipe Massa gibt nicht auf: 17 Jahre nach seinem knapp verpassten WM-Titel 2008 zieht der Ex-Ferrari-Star vor Gericht. Der Brasilianer fordert satte 70 Millionen Euro Entschädigung – und könnte damit einen der größten Skandale der Formel-1-Geschichte neu aufrollen.

Zur Erinnerung: Beim Singapur-GP 2008 führte Massa souverän, als Nelson Piquet Jr. auf Teamorder von Renault in die Mauer krachte. Die Folge: Safety-Car, Chaos an der Box, Massa fiel zurück – und verlor entscheidende Punkte. Am Ende der Saison wurde er Vize-Weltmeister, ein Zähler hinter Lewis Hamilton.

Massa-Klage: Crashgate als Auslöser

Der Skandal flog erst später auf. 2023 gestand Ex-F1-Boss Bernie Ecclestone, dass er und FIA-Präsident Max Mosley schon damals über die Manipulation Bescheid wussten – aber nichts unternahmen. In einem Interview mit F1-Insider.com sagte der Brite: „Wäre damals nach Statuten entschieden worden, wäre das Rennen annulliert worden. Dann wäre Massa Weltmeister und nicht Hamilton.“

Formel 1 Massa Ferrari 2008
Felipe Massa. Credit: Ferrari

Im Oktober kommt der Fall vor die King’s Bench Division des High Court of Justice in London. Massa hat Klage gegen die FIA, das Formula One Management und Ecclestone persönlich eingereicht. Sein Ziel: Schadensersatz in Höhe von 60 Millionen Pfund (rund 70 Millionen Euro).

Massa will FIA und F1 zur Rechenschaft zwingen

Massa zeigt sich entschlossen: „Nur Rechenschaftspflicht kann künftigen Betrug verhindern. Die Wächter des Sports haben ihre Pflichten sträflich vernachlässigt. Es darf nicht sein, dass sie von der Vertuschung ihres Fehlverhaltens profitieren“, betont er in der britischen Times.

Und weiter: „Solch ein Verhalten ist nirgendwo tolerierbar, schon gar nicht in einem Sport, der Millionen Menschen, darunter viele Kinder, in seinen Bann zieht.“

Für Massa ist klar: Er will ein Exempel statuieren. „Ich werde meinen Kampf bis zum bitteren Ende führen, um ein gerechtes und faires Ergebnis zu erzielen – für mich, für den Motorsport in Brasilien und für den gesamten Sport.“

Sollte Massa Erfolg haben, könnte das die Formel 1 erschüttern – und sogar den WM-Titel von 2008 neu bewerten.

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!

VPN für Formel 1

Auch mit einem VPN kannst du die Formel 1 schauen! In Österreich (ORF, ServusTV) und der Schweiz (SRF) läuft die Königsklasse weiter im Free-TV. Per VPN gibt’s die Live-Übertragungen schon ab 2 Euro pro Monat. Alle Details weiter unten.
HIER GEHT’S ZUM VPN-ANGEBOT: BEI CYBERGHOST GIBT’S JETZT VIER MONATE GRATIS!


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


Verwandte Artikel