Formel 1

Ex-F1-Pilot rechnet mit Hamilton ab: „Verwöhntes Kind“

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Spa 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Lewis Hamilton steckt bei Ferrari in der schwersten Krise seiner Karriere. Ex-F1-Pilot Marc Surer erklärt, warum er im Gegensatz zu Alonso Probleme mit schwierigen Autos hat.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Lewis Hamilton steckt bei Ferrari in der schwersten Krise seiner Karriere. Ex-F1-Pilot Marc Surer erklärt, warum er im Gegensatz zu Alonso Probleme mit schwierigen Autos hat.

Lewis Hamiltons Ferrari-Abenteuer droht zum Albtraum zu werden. Noch immer wartet der Rekordweltmeister auf sein erstes Podium im roten Renner – nach 17 Saisonrennen 2025 eine historische Negativserie. Nie zuvor stand Hamilton in einer kompletten F1-Saison nicht mindestens einmal auf dem Podest.

Und als ob das für den Engländer nicht selbst alles schon schlimm genug wäre, prügeln auch noch die Experten auf ihn ein. So wie jetzt Ex-Formel-1-Pilot Marc Surer. Der Schweizer findet im österreichischen Magazin Vollgas deutliche Worte: „Lewis Hamilton ist einfach ein verwöhntes Kind, das immer die besten Autos gefahren ist. Passt das Auto, gewinnt er souverän. Aber sobald er nicht das schnellste Auto hat, bekommt er Probleme.“

Surer: Hamilton ist kein Alonso

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Baku Aserbaidschan 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Surer vergleicht den Briten zudem mit anderen Champions und kommt zum Schluss: „Er ist nicht wie Alonso, der mit Kompromissen leben kann und das Maximum aus jedem Auto herausholt.“ Eine Watsch’n, die sitzt.

Dabei geben die Ergebnisse Surer Recht. Als Hamilton Anfang 2025 von Mercedes zu Ferrari wechselte, träumten beide Seiten vom WM-Kampf. Doch die Realität sieht anders aus: Nur ein Sieg im Sprint von China steht auf der Habenseite, dazu 121 WM-Punkte – Hamiltons schlechtester Wert seit Einführung des aktuellen Punktesystems.

Schlimmer noch: Teamkollege Charles Leclerc dominiert den siebenmaligen Weltmeister klar. In der Qualifying-Bilanz führt der Monegasse mit 13:4, auch im direkten Rennvergleich liegt er mit 12:3 vorne (ohne disqualifizierte und ausgefallene Grands Prix). Hamilton selbst sprach nach seinem schwachen Qualifying in Ungarn sogar von „nutzlos“ und meinte ironisch, Ferrari müsse wohl „den Fahrer wechseln“.

Ferrari: Schwieriges Auto, schwierige Saison

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Baku Aserbaidschan 2025
Lewis Hamilton. Credit: Simon Galloway/LAT Images/Pirelli

Besonders mit Motor und Bremsen des SF-25 kommt der Ex-Weltmeister nicht zurecht. Surer: „Das habe ich nicht erwartet. Ich dachte, er würde im Rennen dank seiner Erfahrung noch glänzen. Aber das passiert nicht. Andererseits tat er sich in den letzten zwei Jahren bereits an der Seite von George Russell schwer. Bei Ferrari hat er mit Charles Leclerc einen superschnellen Teamkollegen.“

Klar ist: Während Ferrari sich technisch längst auf das 2026er-Reglement fokussiert, muss Hamilton eigene Lösungen finden. Will er nicht als an Ferrari gescheiterte Legende gelten, muss er zeigen, dass er auch mit einem schwierigen Auto umgehen kann. Am besten so schnell wie möglich.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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