Oscar Piastri erlebt in Baku sein erstes schwarzes Wochenende seit langem, doch McLaren-Teamchef Andrea Stella bleibt gelassen – auch wegen Michael Schumacher.
Oscar Piastri ist 2025 eigentlich der Mann der Stunde in der Formel 1. WM-Leader, 34 Rennen in Folge ins Ziel gekommen, konstant wie ein Uhrwerk.
Doch ausgerechnet in Baku riss die Serie: Crash im Qualifying, Frühstart im Rennen, wenige Kurven später Unfall – und Feierabend. Zum ersten Mal seit Austin 2023 sah Piastri die Zielflagge nicht.
McLaren-Boss Andrea Stella macht seinem Schützling dennoch keinen Vorwurf. „Ich denke, Oscar war bisher der beständigste Fahrer der Saison“, nimmt der Italiener den Australier in Schutz. „Und selbst mehrfachen Champions passieren solche Wochenenden. Da geht es nur ums Lernen.“
Vergleich mit Michael Schumacher
Für Stella ist klar: Baku war ein Ausrutscher, mehr nicht. „Das ist so ziemlich allen Champions passiert – selbst Michael Schumacher“, erklärt der Teamchef. Und er muss es wissen: Zwischen 2000 und 2014 arbeitete Stella bei Ferrari als Dateningenieur eng mit Schumi zusammen.
Er erinnert an Melbourne 2006, als Schumacher ohne Fremdeinwirkung seinen Ferrari ins Aus beförderte – ähnlich wie Piastri nun in Aserbaidschan. „Beim Start hat Oscar einfach zu viel gewollt“, sagt Stella. „Und den Grip falsch einzuschätzen, wird in Baku sofort bestraft.“

McLaren: Kein Druck im WM-Kampf
Von Druck will Stella nichts hören. „Ich bin sicher, dass wir das jetzt gesehen haben und es nicht mehr sehen werden.“ Piastris Stärke sei seine Lernkurve: „Er kommt immer gestärkt zurück. Das war in jeder Serie so, und das wird auch in der Formel 1 passieren.“
Selbst der Zeitpunkt war aus McLaren-Sicht nicht dramatisch: „Von P9 startend wären ohnehin keine großen Punkte drin gewesen.“ Teamkollege Lando Norris kam nur als Siebter ins Ziel.
In der WM führt Piastri trotz Baku-Pech noch mit 25 Punkten Vorsprung auf Norris und 69 auf Verstappen. Sieben Rennen vor Schluss sieht Stella keinen Grund zur Panik. „Wir werden sehen, wie er zurückschlägt“, so der Italiener.
Spätestens in Singapur soll Piastri beweisen, dass Baku nur ein Ausrutscher war – und kein Trend.
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