Formel 1

Günther Steiner mit klarer Ansage an Mick Schumacher

WEC Mick Schumacher Alpine 2025
Mick Schumacher. Credit: Joao Filipe / DPPI / Alpine
Bianca Garloff
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Mick Schumacher testet IndyCar – doch sein früherer Haas-Teamchef Günther Steiner sieht darin keinen einfachen Weg zurück in die Formel 1.

Mick Schumacher wagt den Sprung über den Atlantik. Mitte Oktober testet er erstmals ein IndyCar. Für seinen früheren Teamchef Günther Steiner ist das zwar spannend – aber kein Selbstläufer zurück in die Formel 1.

Am 13. Oktober sitzt Mick Schumacher (26) in Indianapolis zum ersten Mal in einem Dallara DW12 von Rahal Letterman Lanigan Racing. Für den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher ist es die ersehnte Rückkehr in einen Monoposto nach Jahren im Sportwagen.

Steiner warnt Schumacher vor Ovalen

„Ich glaube, er probiert das mal, wie es drüben passt. Sicher kann er IndyCar fahren, das ist kein Problem für ihn“, sagt Günther Steiner im Interview mit RTL. Gleichzeitig bremst der Ex-Haas-Teamchef die Euphorie: „Es muss halt auch alles passen für ihn. Er ist nie Ovale gefahren, und Ovale sind Teil der IndyCar-Meisterschaft. Da muss man sich schon daran freuen, um da stark zu sein.“

Formel 1 Mick Schumacher Günther Steiner Haas Abu Dhabi 2022
Mick Schumacher und Günther Steiner. Credit: Haas F1 Team Twitter

Vor allem die berühmten Ovalrennen sind also Steiners Knackpunkt. „In den Ovalen zu fahren, ist schon ein bisschen anderes Rennfahren als auf Straßenkursen“, erklärt er. Trotzdem sieht der Südtiroler auch Chancen: „Generell ist es super für ihn, beim Indy500 zu fahren. Das ist eines der größten Autorennen der Welt und deswegen ist er sicher daran interessiert.“

Rückkehr in die Formel 1? Steiner zweifelt

Doch taugt IndyCar als Sprungbrett zurück in die Königsklasse? Steiner hat Zweifel: „Wenn er bei IndyCar reingeht, dann muss er planen, dass er mindestens drei bis fünf Jahre da bleibt, um erfolgreich zu sein. Weil so einfach ist IndyCar auch nicht, wie wir uns das vorstellen. Es sind sehr gute Fahrer da. Man muss sich auch hocharbeiten zu den guten Teams, dass man ein gutes Auto bekommt.“

Seine klare Prognose: „Jetzt zwei Jahre IndyCar zu machen und dann in die Formel 1 zu kommen – das glaube ich, ist schwierig.“

Schumacher selbst will sich die Chance nicht entgehen lassen. „Ich wollte schon immer Formelautos fahren. Sportwagen waren zwar spaßig, aber Monopostos sind das, wofür ich brenne und was ich liebe. Ich freue mich darauf, wieder einzusteigen“, sagte er am Rande der WEC in Fuji.

Wie es nach dem Test weitergeht, ist offen. Eine Rückkehr in die Langstrecke sei für Mick „parallel oder danach“ immer denkbar.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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