Formel 1

Schock für Hamilton nach Bremsdrama beim Ferrari-Star

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Singapur 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Lewis Hamilton erlebt nach dem Singapur-GP ein böses Erwachen: Die Rennkommissare bestrafen den Ferrari-Star nachträglich.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Lewis Hamilton erlebt nach dem Singapur-GP ein böses Erwachen: Die Rennkommissare bestrafen den Ferrari-Star nachträglich.

Schock für Lewis Hamilton nach dem Großen Preis von Singapur: Der Ferrari-Pilot wird nachträglich mit einer Strafe belegt. Grund: gleich mehrere Ausflüge neben die Strecke – ausgelöst durch ein Bremsproblem.

Hamilton hatte das Nachtrennen auf dem Marina Bay Street Circuit auf Platz sieben beendet. Doch die FIA-Kommissare verhängten im Anschluss eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe, die ihn hinter Fernando Alonso auf Rang acht zurückwirft. Damit schrumpfen seine Punkte von sechs auf vier.

Ferrari kämpft mit Bremsproblemen

Schon früh zeichnete sich ab, dass bei Ferrari nicht alles rund läuft. „Ab der dritten Runde hatten beide Fahrer Bremsprobleme“, erklärte Teamchef Fred Vasseur nach dem Rennen. Besonders bei Hamilton versagte in der Schlussphase die linke Vorderradbremse.

Formel 1 Lewis Hamilton Ferrari Singapur 2025
Lewis Hamilton. Credit: Ferrari

Der siebenfache Champion musste erst seinen Teamkollegen Charles Leclerc passieren lassen, fuhr dann mit mehr als 40 Sekunden Vorsprung auf Alonso, als er plötzlich die Kontrolle über die Bremsbalance verlor. Mehrmals kam er von der Strecke ab, schnitt Kurven – und rettete sich mit 0,4 Sekunden Vorsprung ins Ziel.

FIA greift bei Hamilton durch

Die Kommissare untersuchten den Vorfall nach Rennende, wohl auch veranlasst von Fernando Alonso, der sich am Boxenfunk wild über die „unsichere Fahrweise“ Hamiltons beschwerte. In der Urteilsbegründung heißt es: „Der Fahrer bestätigte, dass er die Strecke mehrmals verlassen hatte, um ein Bremsproblem zu kompensieren. Nach Prüfung kamen die Kommissare zu dem Schluss, dass dies kein gerechtfertigter Grund war, und verhängten die übliche Strafe für einen solchen Verstoß.“

Hamilton und Ferrari verzichteten auf einen Einspruch. Damit war das Urteil schnell rechtskräftig. Bleibt die Frage: Hätte der Brite das Auto aus Sicherheitsgründen nicht sogar komplett abstellen sollen? „Wir haben das Tempo angepasst“, schüttelt Teamchef Vasseur mit dem Kopf. „Es ist nicht so, dass Lewis in der letzten Runde wie wild gepusht hätte.“

Statt Platz sieben und sechs Punkten bleibt nur Rang acht – und ein enttäuschendes Ergebnis nach einem ohnehin schwierigen Qualifying. Für Ferrari ist es ein weiteres Negativ-Kapitel in einem durchwachsenen Jahr.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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