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Trotz Warnungen: Mick Schumacher hat keine Angst vorm Indy-Oval

Mick Schumacher Indycar Rahal Letterman Lanigan Racing Honda Test Indianapolis 2025
Mick Schumacher. Credit: Indycar

Schumacher zeigt sich unbeeindruckt von Sicherheitsbedenken – US-Abenteuer in der IndyCar rückt näher.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Schumacher zeigt sich unbeeindruckt von Sicherheitsbedenken – US-Abenteuer in der IndyCar rückt näher.

Starke Zeiten, klare Ansage: Mick Schumacher hat beim IndyCar-Test in Indianapolis nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch ein bemerkenswertes Signal gesendet. Während Onkel Ralf, Vater Michael und sogar Max Verstappen die US-Serie wegen ihrer gefährlichen Ovalrennen kritisch sehen, denkt Schumi Junior laut über einen Wechsel nach – inklusive der spektakulären Ovals!

„Ich mache mir keine Sorgen“ – Mick bleibt cool

Auf dem Indianapolis Motor Speedway absolvierte der 26-Jährige seinen ersten IndyCar-Test– und glänzte direkt mit der Bestzeit am Vormittag. Ralf Schumacher, der in Indianapolis selbst zweimal schwer verunfallte, hatte seinen Neffen vor dem Test noch gewarnt. Die IndyCar-Serie sei ihm „einfach zu gefährlich“, besonders die Ovale.

Mick Schumacher Indycar Rahal Letterman Lanigan Racing Honda Test Indianapolis 2025
Mick Schumacher. Credit: Rahal Letterman Lanigan Racing Honda

Selbst Vater Michael hatte sich einst gegen die US-Serie ausgesprochen: „Bei der Geschwindigkeit, mit der man so nah an den Mauern fährt, kann das Chassis einen Unfall unmöglich unbeschadet überstehen“, sagte der Rekordweltmeister damals.

Doch Mick winkt ab: „Ich mache mir keine Sorgen. Ich bin noch nie ein Oval gefahren, also kann ich dazu nicht viel sagen. Aber bisher habe ich nichts gehört, was mich abschrecken würde.“

Indycar seit Michael Schumachers Zeiten sicherer geworden

Fest steht: Wie die Formel 1 ist auch die Indycar-Serie in den letzten Jahren und vor allem seit Michael Schumachers warnenden Worten deutlich sicherer geworden. Der sogenannte Aeroscreen, die Halo-Variante der Indycar, verhindert Unfälle mit Kopfverletzungen. Schwere oder tödliche Crashs gab es zuletzt 2015 (Justin Wilson, Trümmerteil) und 2018 (Robert Wickens, Querschnittslähmung nach Ovalcrash). Seither wurde massiv nachgerüstet, auch durch zusätzliche Chassis-Verstärkungen und verbesserte Fangzäune.

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Mick Schumacher. Credit: Indycar

„Sicherheit hat natürlich für jeden eine hohe Priorität“, räumt angesichts dessen auch Schumacher ein. „Die IndyCar hat viele Anpassungen und Änderungen vorgenommen, um es sicherer zu machen. Und ich bin sicher, sie werden sich noch weiter verbessern.“

Allein: Der Rest-Gefahr ist er sich zwar bewusst, aber die herrscht überall im Motorsport. Mick: „Die Sicherheit ist bei diesen Geschwindigkeiten nur bis zu einem gewissen Grad gewährleistet. Aber ich denke, dass alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.“ Einen Oval-Test schließt er jedenfalls ausdrücklich nicht aus: „Wenn man ein gutes Gefühl für ein stabiles Auto hat und weiß, wann man dem Limit nahekommt, wird man sich gut schlagen.“

„Die Schumachers sind schneller, wenn sie ihre Räder sehen“

Aussagen, die zeigen: Die US-Rennwagen haben es Schumacher angetan, auch weil sie eine Rückkehr ins Formel-Cockpit bedeuten. Mick grinsend: „Ich liebe es einfach, meine Räder zu sehen.  Mein Vater sagte immer: Die Schumachers sind schneller, wenn sie ihre Räder sehen.“

Während Michael und Ralf Schumacher indes nie einen Start in der IndyCar-Serie in Betracht zogen, könnte Mick der Erste in der Familie werden, der das Oval-Abenteuer wagt – inklusive dem legendären Indy 500.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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