Formelsport

Ralf Schumacher hinterfragt Micks Indycar-Pläne

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Mick Schumacher. Credit: Rahal Letterman Lanigan Racing Honda

Mick Schumacher liebäugelt mit einem Wechsel in die IndyCar-Serie. Onkel Ralf hält dagegen – und teilt im Sky-Podcast kräftig aus.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mick Schumacher liebäugelt mit einem Wechsel in die IndyCar-Serie. Onkel Ralf hält dagegen – und teilt im Sky-Podcast kräftig aus.

Mick Schumacher hat bei seinem Indycar-Test überzeugt und ist begeistert vom US-Formelsport, doch Onkel Ralf blickt mit gemischten Gefühlen auf den möglichen Amerika-Wechsel seines Neffen. Im „Sky“-Podcast „Backstage Boxengasse“ findet der frühere Grand-Prix-Pilot klare Worte – und teilt dabei gegen gleich drei aktuelle F1-Fahrer aus.

„Wenn man halbwegs etwas versteht, und wenn man sich mal auch den Werdegang der Fahrer anschaut, die jetzt in der Formel 1 sind, bin ich der Meinung, Mick wäre auf jeden Fall besser als Tsunoda“, sagt der 50-Jährige überzeugt.

Schumacher teilt gegen Formel-1-Fahrer aus

Formel 1 Ralf Schumacher Sky Ungarn 2025
Ralf Schumacher. Credit: Guido De Bortoli/LAT Images/Sauber

Yuki Tsunoda stieg nach wenigen Rennen 2025 von den Racing Bulls zu Red Bull auf, konnte an der Seite von Max Verstappen aber bislang kaum glänzen. Auch Liam Lawson, der den umgekehrten Weg ging, ordnet Ralf Schumacher hinter seinem Neffen ein.

Und dann wäre da noch Franco Colapinto: Der Argentinier startete stark in seine erste F1-Saison, „hat dann aber nicht die Entwicklung gezeigt, die in der Königsklasse nötig ist“, so Ralf Schumacher. Sein Fazit: „Alle drei sind aus meiner Sicht schlechter als Mick – sogar deutlich schlechter.“

Kritik an Briatore – Lob von Glock

Vor diesem Hintergrund kann Ralf Schumacher nicht verstehen, warum Alpine-Teamchef Flavio Briatore dem 26-Jährigen keine Chance auf ein Comeback gibt. Unterstützung bekommt er von Timo Glock: „Das sehe ich genauso. Die Erfahrung, die er hat, hätte in meinen Augen für ihn sprechen müssen.“

Mick Schumacher WEC Alpine 2024
Mick Schumacher. Credit: Alpine

Mick Schumacher steht bis Jahresende bei Alpine unter Vertrag und fährt für die Franzosen in der Langstrecken-WM. Für 2026 denkt der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher jedoch offen über einen Wechsel in die IndyCar-Serie nach. Sein Test am Montag auf dem Indianapolis Road Course verlief vielversprechend.

„Schade, dass man das aufgibt“

Ralf Schumacher bleibt dennoch skeptisch. Statt IndyCar sieht er eher die Langstreckenserie rund um Le Mans als Zukunftsmarkt: „Daher finde ich es eigentlich schade – er hat super abgeliefert im Verhältnis zu seinen Teamkollegen –, dass man das aufgibt für die IndyCar. Das leuchtet mir jetzt nicht ein, aber er wird sich mit seinem Management darüber Gedanken gemacht haben.“

Auch Glock warnt: Ein Wechsel in die USA könne die Rückkehr in die Formel 1 erschweren. „Es gab nicht so viele, die es aus der IndyCar-Serie geschafft haben, zurückzukommen“, sagt er, räumt aber auch ein: „Wenn keine andere Möglichkeit da ist, kann man den Schritt gehen.“

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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