Formel 1

Kart-Sensation: Wird Weltmeister-Tochter die nächste Frau in der Formel 1?

Ella Häkkinen Kart 2025 - wird sie die nächste Frau in der Formel 1?
Ella Häkkinen. Credit: ella.hakkinen_racing / Instagram

Seit fast 50 Jahren wartet die Formel 1 auf eine Frau am Start. Jetzt sorgt Ella Häkkinen, Tochter von Weltmeister Mika Häkkinen, für frischen Wind.

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Seit fast 50 Jahren wartet die Formel 1 auf eine Frau am Start. Jetzt sorgt Ella Häkkinen, Tochter von Weltmeister Mika Häkkinen, für frischen Wind.

Seit Jahrzehnten warten Fans auf eine Frau im Formel-1-Feld. Jetzt könnte ausgerechnet eine Teenagerin mit einem großen Namen diese Rolle übernehmen: Ella Häkkinen, die Tochter des zweimaligen Weltmeisters Mika Häkkinen, macht in den Nachwuchsserien mit starken Leistungen auf sich aufmerksam.

Die 14-Jährige startet aktuell in der renommierten Kartserie „Champions of the Future“, einer Talentschmiede für künftige Formel-Stars. In der Slowakei sicherte sich Ella jüngst die Pole Position und belegte im Rennen Platz zwei – ein Ausrufezeichen in einem extrem hart umkämpften Feld. Ihr berühmter Vater ist voll des Lobes.

Mika Häkkinen schwärmt von seiner Tochter

„Ella ist eine extrem talentierte Rennfahrerin. Ich sage das nicht nur als Vater, sondern basierend auf meinen Beobachtungen als ehemaliger Spitzenpilot“, sagt Mika Häkkinen der finnischen Zeitung Ilta-Sanomat.

Ella Häkkinen Kart 2025
Ella Häkkinen. Credit: ella.hakkinen_racing / Instagram

Damit rückt ein Thema wieder in den Fokus, das der Formel 1 seit Jahrzehnten fehlt: weibliche Fahrerinnen im Grand-Prix-Zirkus. Die letzte Frau, die bei einem WM-Lauf startete, war Lella Lombardi 1976 auf dem Österreichring. Susie Wolff fuhr 2014 ein Freies Training, Giovanna Amati versuchte sich 1992 an der Qualifikation. Punkte holte in der Geschichte der Formel 1 bislang nur Lombardi – seither blieb es still.

Mika Häkkinen traut seiner Tochter den Sprung nach ganz oben zu. Er sieht in ihr nicht nur das Talent, sondern auch den unbedingten Willen, sich durchzusetzen. „Sie zeigt den Antrieb und das Talent, es bis ganz nach oben zu schaffen. Mittlerweile ist sie eine echte Draufgängerin geworden. Ihre Motivation ist eindrucksvoll. Sie will unbedingt Rennfahrerin werden“, schwärmt der 20-fache Grand-Prix-Sieger.

Frau in der Formel 1 ist überfällig

Die Rahmenbedingungen sprechen ebenfalls für eine neue Ära. Die Formel 1 hat in den vergangenen Jahren ein immer breiteres Publikum erreicht, der Anteil weiblicher Fans liegt inzwischen bei rund 40 Prozent. Auch deshalb wurde die F1 Academy ins Leben gerufen, eine Nachwuchsserie für junge Fahrerinnen, die den Weg in die Königsklasse ebnen soll. Ella Häkkinen gilt als eine der vielversprechendsten Talente dieser Generation.

Mika Häkkinen Credit: Daimler AG
Mika Häkkinen Credit: Daimler AG

„In einigen Jahren werden wir eine Fahrerin erleben, ob es nun Ella ist oder eine andere“, sagt Mika Häkkinen. Für die junge Finnin ist der Weg noch lang, aber sie bringt vieles mit: Talent, Ehrgeiz, Rückhalt und einen Namen, der in der Formel 1 Gewicht hat.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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