Im Sprint-Qualifying von Austin rast der Sauber-Pilot auf Platz vier – nur Verstappen und die beiden McLaren sind schneller. Das sagt er selbst zu seinem Husarenstück.
Am Vormittag scherzte er bei Sky noch mit Zehnkampf-Weltmeister und Kumpel Leo Neugebauer über dessen Goldmedaille, anschließend packte er selbst den Hammer aus: Nico Hülkenberg lieferte im Sprint-Qualifying zum GP der USA in Austin mit Platz vier ein echtes Highlight ab – nur Max Verstappen, Lando Norris und Oscar Piastri waren schneller.
Der Deutsche war auf dem Circuit of the Americas in 1:32,645 Minuten knapp fünf Zehntelsekunden langsamer als Pole-Sitter Verstappen – und ließ damit beide Werks-Ferrari hinter sich. Eine Leistung, mit der selbst im Sauber-Team kaum jemand gerechnet hatte.
Hülkenberg grinst: „Wie es scheint, fühlt sich das Auto auf dieser Bahn sehr wohl. Ich habe mich vom ersten Training an im Einklang mit dem Wagen gefühlt, die Balance war sofort sehr gut.“ Tatsächlich war der Emmericher schon im einzigen freien Training Zweiter, nur knapp hinter Lando Norris im McLaren – dem aktuell vielleicht besten Auto im Feld.
Hülkenberg: „Im Detail weiß ich auch nicht, warum“

Hülkenberg gibt offen zu, selbst etwas überrascht zu sein: „Ganz ehrlich, im Detail weiß ich auch nicht, wieso wir so gut unterwegs sind. Unsere Konkurrenzfähigkeit war nach dem Training schwer einzuschätzen, weil die Gegner unterschiedliche Programme gefahren sind. Aber das gute Fahrgefühl hat sich in der Quali fortgesetzt.“
Der Deutsche versucht sich am Ansatz einer Erklärung: „Wir haben es geschafft, das Auto ins perfekte Arbeitsfenster zu bringen – in Harmonie mit den Reifen. Außerdem fahre ich hier einfach gerne. Wenn dann alles zusammenkommt, macht das irre Spaß.“
Sauber-Teamchef schwärmt
Auch Teamchef Jonathan Wheatley ist begeistert: „Nico hat heute eine herausragende Qualifying-Leistung gezeigt. Er lieferte eine fehlerfreie Performance in SQ1, SQ2 und SQ3 – und uns damit unsere beste Startposition aller Zeiten in einem Sprint gesichert.“
Der Gelobte selbst blickt indes schon wieder nach vorn: „Der Sprint wird mit vielen schnellen Autos um uns herum eine echte Herausforderung“, räumt er ein. „Aber wir werden unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen – und versuchen, diesen Schwung in ein starkes Ergebnis umzuwandeln.“
Seine Chancen stehen gut. Wenn Hülkenberg die Pace aus dem Qualifying hält, könnte er am Samstag sogar um die Top 5 kämpfen – und Audi einen Vorgeschmack auf die Zukunft liefern.
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