Formel 1

Audi im Hintertreffen? So schlecht soll der Formel-1-Motor sein

Formel 1 Audi Shanghai 2023
Credit: Audi
Alex Warneke
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Audi droht vor dem Formel-1-Einstieg 2026 ein Rückstand: Der neue Motor soll Berichten zufolge um die PS schwächer sein als das Mercedes-Aggregat.

Audi steht vor seinem großen Einstieg in die Formel 1, doch schon vor dem Debüt 2026 mehren sich die Zweifel, ob der neue Antrieb wirklich konkurrenzfähig sein wird. Laut italienischen Medien soll das Audi-Triebwerk ein klares PS-Defizit gegenüber dem Motor von Mercedes haben, der derzeit als Maßstab der neuen Generation gilt.

Damit droht sich das Szenario von 2014 zu wiederholen, als Mercedes beim Start der Hybridära alle Konkurrenten deklassierte. Auch diesmal soll der Hersteller aus Brackley mit seinem neuen Aggregat rund 571 PS am Prüfstand erreicht haben, ein Wert, den die Konkurrenz bisher offenbar nicht schafft.

Formel 1 Andrea Kimi Antonelli Mercedes Austin USA 2025
Andrea Kimi Antonelli. Credit: Steven Tee/LAT Images/Pirelli

Audi laut Medien mit 30-PS-Defizit

Audi, das 2026 als einer von fünf Motorenherstellern neben Mercedes, Ferrari, Honda und Red Bull Powertrains-Ford antritt, steht somit unter Druck. Das neue Reglement verlangt 50 Prozent Elektrifizierung, vollständig nachhaltige Kraftstoffe und aktive Aerodynamik – alles Faktoren, die enorme Entwicklungsarbeit erfordern.

Gemäß den Berichten aus Italien beträgt der Rückstand auf Mercedes etwa 30 PS. Das klingt nach wenig, kann im Hochgeschwindigkeitsgeschäft der Formel 1 aber schnell über Sieg oder Niederlage entscheiden. Zur Einordnung: Eine FIA-Analyse aus dem Jahr 2023 zeigte, dass der Renault-Motor, damals der schwächste im Feld, 20 bis 33 PS hinter der Spitze lag, mit entsprechenden Folgen auf der Strecke.

Formel 1 Jonathan Wheatley und Mattia Binotto Sauber 2025
Jonathan Wheatley und Mattia Binotto. Credit: Sauber

Teamchef bleibt ruhig

Trotz der Gerüchte gibt sich der deutsche Neueinsteiger offiziell gelassen. Jonathan Wheatley, Teamchef des künftigen Stake F1 Teams, das 2026 vollständig unter Audi-Flagge startet, äußerte noch in Baku: „Wir liegen voll im Zeitplan. Aktuell konzentrieren wir uns auf die Zuverlässigkeit, bevor Motor und Chassis im Dezember erstmals zusammengeführt werden. Es ist daher noch etwas zu früh, um über Leistung zu sprechen.“

Im Dezember soll der Antriebsstrang erstmals in ein Testchassis integriert werden. Bis dahin bleibt unklar, ob Audi tatsächlich hinterherhinkt, oder die Konkurrenz nur blufft.

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Autor

Alex Warneke
Alex Warneke

Alex ist unser Hybrid im Redaktionsteam. Als Rennspiel-Experte versorgt er die F1 Insider Leser mit Texten aus der SimRacing-Welt. Zudem ist Alex als Videocreator im F1-Insider-Team aktiv. Interviews und spannende Themen aus der Formel 1 bereitet er für unseren YouTube Kanal auf.


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