Formel 1

Ex-Formel-1-Weltmeister ein Sexist? Fans außer sich

Formel 1 Jenson Button
Jenson Button. Credit: Red Bull Content Pool
Ralf Bach
Ralf Bach

Peinlicher TV-Moment von Jenson Button und Danica Patrick in Austin sorgt für Empörung.

Ein peinlicher Moment sorgt in der Formel-1-Welt derzeit für Aufregung! Während der Live-Übertragung des US-Grand-Prix am Sonntag in Austin fing die Kamera eine Szene ein, die in den sozialen Netzwerken für helle Empörung sorgt. Zu sehen: Ex-Weltmeister Jenson Button (45), der ganz im „Stromberg“-Stil höhnische Grimassen zog, während Kollegin Danica Patrick (43) sprach.

Button verspottet Kollegin vor laufender Kamera

Patrick, die als einzige Frau in der Geschichte der IndyCar-Serie ein Rennen gewann und in der NASCAR-Serie auf Pole Position stand, arbeitet heute wie Button als TV-Expertin bei Sky England.
Gerade analysierte sie die Kollision zwischen Carlos Sainz (Williams) und Kimi Antonelli (Mercedes), als Button direkt in die Kamera grinste, ein Grinsen, das eindeutig spöttisch gemeint war.

IMSA Porsche Jenson Button 2023
Jenson Button. Credit: Porsche

In den sozialen Medien hagelte es daraufhin Kritik. Viele Fans empfanden das Verhalten des britischen F1-Weltmeisters von 2009 als „respektlos“ und „unprofessionell“. Besonders brisant: Es ist nicht das erste Mal, dass Button seiner Kollegin mit fragwürdiger Mimik ins Wort fällt – ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bereits beim Las-Vegas-Grand-Prix 2023.

Shitstorm: Frauenfeindlichkeit und Populismus-Vorwürfe

Was Button besonders übel genommen wird: Zahlreiche Fans werfen ihm nicht nur Frauenfeindlichkeit, sondern auch Populismus auf Kosten einer Kollegin vor. Denn Patrick, eine der wenigen Frauen in der männerdominierten Formel-1-Welt, steht regelmäßig im Kreuzfeuer männlicher Fans. Obwohl sie als erfolgreichste Frau im US-Rennsport gilt, wird ihre Kompetenz immer wieder infrage gestellt. Patrick selbst bezeichnet sich als Spiegelbild der schwierigen Rolle von Frauen im Motorsport.

Fest steht: Auch den Formel-1-Machern dürfte Buttons chauvinistische Geste kaum gefallen. Zumindest offiziell. Denn der Brite wirft mit seinem Spott kein gutes Licht auf eine Branche, die sonst so lautstark Diversität und Gleichberechtigung betont.

Ironischerweise passt Patricks Kommentar zur Sainz-Kollision im Nachhinein auch auf Buttons Fehltritt: „Wenn man an einem ungewöhnlichen Ort etwas unternimmt, erhält man ein ungewöhnliches Ergebnis.“ Dieses „ungewöhnliche Ergebnis“ dürfte Button nun selbst zu spüren bekommen.

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!


Autor

Ralf Bach
Ralf Bach

Ralf Bachs Zuhause ist der Formel-1-Zirkus. Seit rund 30 Jahren berichtet er für SPORT BILD, AUTO BILD MOTORSPORT, SPORT1 und das Ippen-Netzwerk (TZ München, Frankfurter Rundschau) von der Königsklasse. Für seine exklusiven Stories wurde er in die „Paddock Hall of Fame“ der Formel 1 aufgenommen. Auf F1-Insider.com schildert er, wie die Protagonisten ticken. Twitter: @ralfbond


Verwandte Artikel