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Neue Budget-Affäre? FIA prüft zwei Teams

Formel 1 Baku Aserbaidschan Start 2025
Credit: Getty Images / Red Bull Content Pool
Bianca Garloff
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Neue Turbulenzen um die Budgetobergrenze: Aston Martin hat seine Unterlagen verspätet eingereicht – und laut Social-Media-Gerüchten steht ein weiteres Team im Fokus. Offiziell bestätigt ist das aber noch nicht.

Laut FIA hat Aston Martin „in geringem Maße gegen die Vorschriften der Budgetobergrenze“ verstoßen. Der Grund: keine übermäßigen Ausgaben, sondern schlicht Papierkram. Das Team aus Silverstone hatte seine Unterlagen für die Saison 2024 nicht fristgerecht eingereicht.

Bis zum 31. März müssen alle Teams nachweisen, dass sie die Budgetgrenze eingehalten haben. Aston Martin war laut FIA zwar vorbereitet – doch ausgerechnet die Unterschrift des Wirtschaftsprüfers fehlte, angeblich wegen einer Erkrankung.

Formel 1 Fernando Alonso Aston Martin Singapur 2025
Fernando Alonso. Credit: Rudy Carezzevoli/Getty Images/Aston Martin

Das Resultat: ein sogenanntes Accepted Breach Agreement (ABA) – eine Art Vergleich zwischen FIA und Team. Aston Martin akzeptiert eine kleine Geldstrafe, die lediglich die zusätzlichen Verwaltungskosten deckt. Einen sportlichen Nachteil gibt es nicht.

FIA verzögert Veröffentlichung – läuft noch eine zweite Untersuchung?

Doch es bleiben Fragen. Denn normalerweise veröffentlicht der Automobilweltverband im September alle Compliance-Zertifikate – quasi die grüne Flagge für jedes Team. In diesem Jahr warten Fans und Fahrerlager jedoch immer noch darauf. Ein Hinweis, dass noch weitere Prüfungen laufen.

Gerüchten zufolge stehen mindestens zwei Teams unter Beobachtung. Während Aston Martin bereits offiziell genannt ist, bleibt der zweite Name bislang geheim.

Ein Sprecher der FIA erklärte lediglich: „Die Kostenobergrenzenverwaltung befindet sich in der finalen Phase der Überprüfung. Die Ergebnisse werden in Kürze veröffentlicht. Die FIA äußert sich nicht zu einzelnen Teams.“

Erinnerung an den Red-Bull-Skandal von 2021

Der letzte große Budget-Verstoß liegt drei Jahre zurück. Damals hatte Red Bull rund fünf Prozent zu viel ausgegeben – und musste sieben Millionen Dollar Strafe zahlen sowie zehn Prozent seiner Windkanalzeit abgeben.

Seitdem achtet die FIA penibel auf jede Abweichung. Dass die Veröffentlichung diesmal so lange dauert, lässt viele im Fahrerlager aufhorchen. Sollte ein Topteam betroffen sein, wäre das politischer Sprengstoff – mitten im Titelendspurt.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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