Neue Turbulenzen um die Budgetobergrenze: Aston Martin hat seine Unterlagen verspätet eingereicht – und laut Social-Media-Gerüchten steht ein weiteres Team im Fokus. Offiziell bestätigt ist das aber noch nicht.
Laut FIA hat Aston Martin „in geringem Maße gegen die Vorschriften der Budgetobergrenze“ verstoßen. Der Grund: keine übermäßigen Ausgaben, sondern schlicht Papierkram. Das Team aus Silverstone hatte seine Unterlagen für die Saison 2024 nicht fristgerecht eingereicht.
Bis zum 31. März müssen alle Teams nachweisen, dass sie die Budgetgrenze eingehalten haben. Aston Martin war laut FIA zwar vorbereitet – doch ausgerechnet die Unterschrift des Wirtschaftsprüfers fehlte, angeblich wegen einer Erkrankung.

Das Resultat: ein sogenanntes Accepted Breach Agreement (ABA) – eine Art Vergleich zwischen FIA und Team. Aston Martin akzeptiert eine kleine Geldstrafe, die lediglich die zusätzlichen Verwaltungskosten deckt. Einen sportlichen Nachteil gibt es nicht.
FIA verzögert Veröffentlichung – läuft noch eine zweite Untersuchung?
Doch es bleiben Fragen. Denn normalerweise veröffentlicht der Automobilweltverband im September alle Compliance-Zertifikate – quasi die grüne Flagge für jedes Team. In diesem Jahr warten Fans und Fahrerlager jedoch immer noch darauf. Ein Hinweis, dass noch weitere Prüfungen laufen.
Gerüchten zufolge stehen mindestens zwei Teams unter Beobachtung. Während Aston Martin bereits offiziell genannt ist, bleibt der zweite Name bislang geheim.
Ein Sprecher der FIA erklärte lediglich: „Die Kostenobergrenzenverwaltung befindet sich in der finalen Phase der Überprüfung. Die Ergebnisse werden in Kürze veröffentlicht. Die FIA äußert sich nicht zu einzelnen Teams.“
Erinnerung an den Red-Bull-Skandal von 2021
Der letzte große Budget-Verstoß liegt drei Jahre zurück. Damals hatte Red Bull rund fünf Prozent zu viel ausgegeben – und musste sieben Millionen Dollar Strafe zahlen sowie zehn Prozent seiner Windkanalzeit abgeben.
Seitdem achtet die FIA penibel auf jede Abweichung. Dass die Veröffentlichung diesmal so lange dauert, lässt viele im Fahrerlager aufhorchen. Sollte ein Topteam betroffen sein, wäre das politischer Sprengstoff – mitten im Titelendspurt.
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