Toto Wolff rechnet mit Ex-Rennleiter Michael Masi ab: Der Mercedes-Teamchef nennt ihn „einen Geisteskranken“, der Hamiltons F1-Rekord zerstört habe.
Fast vier Jahre nach dem wohl umstrittensten Finale der Formel-1-Geschichte sitzt der Frust bei Toto Wolff noch immer tief. Der Mercedes-Teamchef hat in einem Interview mit der Telegraph erneut scharfe Kritik am damaligen Rennleiter Michael Masi geübt und ihn als „Geisteskranken“ bezeichnet.
Der Hintergrund: das denkwürdige Saisonfinale von Abu Dhabi 2021, bei dem Max Verstappen im letzten Umlauf Weltmeister wurde und Lewis Hamilton der sicher geglaubte achte Titel entrissen wurde. „Ich habe seit meiner Kindheit nicht mehr erlebt, die Kontrolle über eine Situation zu verlieren“, sagte Wolff rückblickend. „Da ist ein Geisteskranker, der im Grunde den Rekord des größten Champions aller Zeiten zerstören kann.“

Masis skurrile Vorgehensweise beim F1-Saisonfinale 2021
Die Szene von damals ist legendär: Nach dem umstrittenen Neustart funkte Wolff entsetzt „No, Michael, no! That is so not right!“.
Masi hatte damals entschieden, die hinter dem Safety Car feststeckenden Überrundeten nur teilweise vorbeizulassen, um einen Neustart vor Rennenede zu ermöglichen. So eine Vorgehensweise hatte es zuvor nie gegeben und sorgte erst recht für Unmut, da zunächst entschieden wurde, keine Entrundungen zuzulassen. Das Umdenken brachte Verstappen direkt hinter Hamilton und gab dem Red-Bull-Star die Chance auf den F1-Titel. Kurz darauf war Masi seinen Job los. Ein FIA-Bericht sprach später zwar von einem „menschlichen Fehler“, betonte aber, dass Masi „in gutem Glauben“ gehandelt habe.
Ehefrau Susie Wolff steht Toto bei
Doch Verständnis zeigt Wolff auch vier Jahre später nicht. Der 52-Jährige glaubt bis heute, dass der Rennleiter mit seiner Entscheidung den Sport beschädigt hat.
Auch seine Frau Susie Wolff, Chefin der F1 Academy, erinnert sich mit Unbehagen an den Moment: „Es war Unglaube“, sagte sie. „Dass die Entscheidung einer einzigen Person, die Regeln auf eine Weise zu interpretieren, wie sie noch nie zuvor angewendet wurden, ein solches Ergebnis verursachen konnte. Das hat mich noch lange beschäftigt.“
Für ihren Mann Toto Wolff bleibt das Kapitel 2021 hingegen weiter eine offene Wunde…
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