Ralf Schumacher kritisiert Mark Webber scharf: Piastris Manager fehle Reife und Fairness im WM-Kampf. Dabei nimmt der Sky-Experte auch Piastri selbst in die Pflicht.
Der sechsfache GP-Sieger Ralf Schumacher hat im Sky-Podcast Backstage Boxengasse deutliche Kritik an Oscar Piastris Manager Mark Webber geübt. Der ehemalige Formel-1-Pilot und Sky-Experte sieht im Verhalten des Ex-Red-Bull-Stars ein ernstes Problem für den McLaren-Piloten und zieht einen brisanten Vergleich zu seiner eigenen Karriere.
„Für Webber ist es ein Horrorszenario. Er hat ja selbst mal die WM auf den letzten Metern verloren, 2010 gegen seinen Teamkollegen Sebastian Vettel“, erinnert Schumacher. „Für ihn ist es ein Déjà-vu, das er gar nicht haben will. So wie es aussieht, hat er aber nicht den nötigen Abstand und die Reife dazu, zu erkennen, was er für das Team und seinen Fahrer tun muss. Und er hat auch nicht die nötige Fairness Lando Norris gegenüber.“

Schumacher erwartet mehr Engagement von Webber
Schumacher lobt dagegen das Verhalten von Norris, der trotz aller Spannungen Ruhe bewahrt habe: „Im Team war immer eine Stärke da, und Lando hat viel ertragen müssen. Im Moment läuft es ein bisschen anders herum, das gefällt einem Piastri-Manager natürlich nicht. Spätestens da, wo es unsportlich wird, mit Pfiffen, Buhrufen oder Gerüchten über Bevorzugung, muss man als Manager und Team dagegenhalten.“
Gerade da, so Schumacher, vermisse er Webbers Führungsrolle: „Ein Manager muss dann auch aktiv auftreten und sagen: ‘Pass auf Leute, das Problem liegt nicht am Team. Das Auto liegt Lando im Moment besser, Oscar braucht etwas Zeit. Beide werden gleich unterstützt.’ Aber Webber ist lieber am Telefon und winkt ab, das ist schade.“
Der ehemalige Williams-Pilot zieht den Vergleich zu seiner Zeit mit Michael Schumacher: „Ich war mit Willi Weber nicht immer einer Meinung. Er ist immer zu uns gekommen und hat gesagt: ‘Du musst jetzt einfach mal zu deinen Fehlern stehen oder dich beim Team bedanken.’ So etwas braucht ein junger Fahrer wie Piastri von seinem Manager auch. Schade, dass Mark Webber das nicht kann.“

Piastri schon 24 Punkte zurück
Schumacher sieht dabei aber auch Piastri selbst in der Pflicht: „Er muss einfach sympathischer rüberkommen, auch mal sagen: ‘Lasst meinen Teamkollegen in Ruhe, er macht einen besseren Job. Ich muss ihn mit dem gleichen Auto auf der Strecke schlagen.’“
Nach drei Siegen in Serie und 24 Punkten Vorsprung hat Lando Norris die besten Karten im Titelrennen. Für Oscar Piastri dagegen wird die WM immer mehr zur mentalen Belastungsprobe, auch wegen der Kritik an seinem eigenen Umfeld.
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